Physikumsinfo

FAQ

Alle deine Fragen zum Physikum beantwortet.

Erfahrungsberichte

Unsere persönlichen Erfahrungen und Tipps für dich.

Weitere Infos

Auf der Webseite des LPAs findest du weitere Informationen zum Physikum.

FAQ

Wir haben die folgenden Informationen nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Allerdings kann sich natürlich immer etwas ändern, schau im Zweifelsfall also lieber nochmal auf der Webseite des LPAs oder in deinem Antrag nach.

Falls du einen Fehler bemerkst, melde dich gerne bei uns: physikumsinfo@fsmed-hd.de

Anmeldung

Da das Physikum als Staatsexamen über das Landesprüfungsamt Baden-Württemberg (LPA) läuft, findest du alle Informationen zur Anmeldung und zum Ablauf auch auf der Webseite des LPAs. Wir haben hier für dich mal die wichtigsten Fragen beantwortet:

Wann muss ich mich anmelden?

Deadline zur Online-Anmeldung: 10.01. (Frühjahr) bzw. 10.06. (Prüfung Herbst)

Was ist, wenn ich das Pflegepraktikum im Ausland / ein FSJ gemacht habe?

Am besten so früh wie möglich, also sobald du alle Nachweise hast, ans LPA schreiben. Ansprechpartnerin für Heidelberg ist Iris Reiter, Telefon 0711 904-39204, E-Mail iris.reiter@rps.bwl.de Die Bearbeitung kann durchaus auch mal 4-5 Monate dauern.

Wo kann ich mich anmelden?

Du musst dich dazu auf der Online-Plattform „Medizin Online“ des LPAs registrieren: https://ekp.dvvbw.de/intelliform/admin/intelliForm-Spaces/lpa_bw/Elektronisches_Postfach

Wie genau funktioniert die Anmeldung?

Online Antrag ausfüllen und online abschicken, dann ausdrucken und zusammen mit den restlichen Unterlagen per Post abschicken. Unten findest du eine Auflistung aller benötigten Unterlagen.

Benötigte Unterlagen
  1. Der Ausdruck der Online-Anmeldung mit Unterschrift
  2. Geburtsurkunde, Abstammungsurkunde oder ein Auszug aus dem Familienbuch (Original oder beglaubigte Kopie)
  3. Falls sich dein Name geändert hat: ein standesamtlicher Nachweis über die Namensänderung, z. B. Heiratsurkunde (Original oder beglaubigte Kopie)
  4. Nachweis über die Hochschulzugangsberechtigung; bei Zeugnissen, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erworben worden sind, auch der Anerkennungsbescheid der zuständigen Behörde (Original oder beglaubigte Kopie)
  5. Evtl. Bescheid über die Anrechnung von Zeiten oder Leistungen eines Auslandsstudiums oder eines im Inland betriebenen verwandten Studiums auf das Medizinstudium des Landesprüfungsamts.
  6. Immatrikulationsbescheinigungen für jedes Semester
  7. Nachweis über die Ausbildung in Erster Hilfe (Infos: https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Bildung/Ausbildung/Ausbildung-Arzt/Documents/LPA_Arzt_ErsteHilfe_Merkblatt.pdf )
  8. Nachweis über die Ableistung des dreimonatigen Krankenpflegedienstes (Infos: https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Bildung/Ausbildung/Ausbildung-Arzt/Documents/LPA_Arzt_Krpflege_Merkblatt.pdf )
  9. Transcript of Records inkl. Wahlfach (wird in aller Regel vom Studiendekanat direkt ans LPA übermittelt)

Einladung zur Prüfung

Die Einladung zur Prüfung mit allen Details zu Ort und Zeitpunkt sowohl des schriftlichen als auch des mündlichen Teils erhältst du spätestens 1 Woche vor der schriftlichen Prüfung, meist eher so 2 Wochen davor.

Sie wird in der Regel im elektronischen Postfach auf “Medizin Online” bereitgestellt, aber eigentlich solltest du auch eine Email bekommen, wenn ein neuer Bescheid im elektronischen Postfach eingeht. In der Vergangenheit kam es allerdings auch vor, dass die Einladung nicht bei allen Personen gleichzeitig im Postfach erschien oder sogar nur per Post und nicht elektronisch zugestellt wurde – also am besten nicht sofort panisch das LPA anrufen, wenn deine Kommiliton*innen schon Bescheid bekommen haben und du nicht, sondern vielleicht noch den nächsten Tag abwarten 😉

Lernpläne/Lernmöglichkeiten

Es gibt natürlich sehr viele verschiedene Möglichkeiten, sich für das Physikum vorzubereiten und du machst das vielleicht anders, als deine Kommiliton*innen. Wir wollen dir hier einen Überblick über verschiedene Lernmaterialien geben, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Alle Lernpläne beinhalten jeden Tag Module zum Lernen und zum Kreuzen, oft nach einem System, bei dem man immer die Lerninhalte vom vorherigen Tag oder den vorherigen Tagen kreuzt, sodass direkt ein kleiner Wiederholungseffekt entsteht und die Inhalte nicht nur im Kurzzeitgedächtnis landen.

Falls dich interessiert, wie wir gelernt haben, kannst du gerne die Erfahrungsberichte auf der nächsten Seite lesen.

Via Medici (zum Lernen) und examenonline (zum kreuzen) von Thieme
  • eher fächerbasiert
  • 40-Tage-Lernplan (davon 30 lernen, 10 kreuzen) oder 60-Tage-Lernplan (davon 50 lernen, 10 kreuzen)
  • Kosten pro Monat: nur Lernmodule: 14,99€, nur kreuzen: 9,99€, lernen+kreuzen: 19,99€
  • Cave: Webseite war während der Vorbereitungszeit fürs Herbstphysikum 2020 sehr störanfällig (oft Wartungsarbeiten etc.), vielleicht hat sich das aber auch inzwischen geändert
Endspurtskripte von Thieme
  • fächerbasiert: je 1 Heft zu Biologie, Chemie, Histologie, Psych/Soz, Physik und je 3 Hefte zu Anatomie, Biochemie und Physiologie
  • Unterteilung in ca. 70 Lernpakete, zu jedem Lernpaket gibt es Fragen auf examenonline (siehe oben, da empfiehlt sich dann das nur-kreuzen-Abo); es gibt aber keinen spezifischen Lernplan dazu und die Lernpakete passen leider nicht 100% mit dem Via Medici Lernplan zusammen
  • Kosten: 5. Auflage momentan 250€ neu, man kann die aber auch guten Gewissens gebraucht kaufen (z.B. Facebook Gruppe: Büchermarkt Medizin Heidelberg)
  • cave: es sind überraschend viele Fehler in den Skripten, es gibt aber online ein Erratum, wo viele Fehler korrigiert werden 
Amboss
  • eher organbasiert
  • 36-Tage-Lernplan oder 50-Tage-Lernplan, beinhalten jeweils aufeinander abgestimmte Lern- und Kreuzeinheiten
  • Kosten: mit Heidelberger Campus Lizenz alle Lernmodule + 500 Fragen im Monat kostenlos, zusätzlich Vielkreuzer Update 29€ für 1 Monat, 69€ für 3 Monat
Medilearn Skripte
  • Kombilernplan mit Kreuzen über Amboss
  • 4. überarbeitete Auflage momentan 199,99€
Repetitorien der Uni

Unabhängig davon gibt es, wie du es von den Integrierten kennst, auch Repetitorien fürs Physikum.

Folge dafür HVR und STARK auf Facebook/Instagram oder schau auf Moodle, da bekommst du alle Termine rechtzeitig mit.

Schriftliches Physikum

Das schriftliche Physikum ist Teil des Ersten Abschnittes der Ärztlichen Prüfung (= erstes Staatsexamen, M1). Es besteht aus einer zweitägigen Prüfung mit insgesamt 320 Multiple-Choice-Fragen. Die Bestehensgrenze liegt ungefähr bei 60% bzw. 108 richtig beantworteten Fragen. (genaueres zur Bestehensgrenze hier)

Ablauf der Prüfung

.Das schriftliche Physikum ist die erste der beiden Prüfungen und findet an zwei aufeinanderfolgenden Vormittagen in 2 großen Hallen in Mannheim statt. (Während Corona gab es zusätzlich noch mehr Städte in denen das Physikum geschrieben wurde. Dein Standort wird dir bei der Einladung mitgeteilt.)

An den zwei Tagen des Physikums wird es einen Einlass geben, für den du folgende Dokumente brauchst: Einladung + Personalausweis oder anderes Ausweisdokument. (Auch hier gab es eine Änderung wegen Corona. Man musste im Voraus einen Kontaktverfolgungszettel ausfüllen und vor Ort musste man dann nochmal unterschreiben, dafür brauchte man dann einen Kugelschreiber. Aber auch hier wurde alles in der Einladung mitgeschickt und erklärt.)

Du hast an jedem Prüfungstag 4 Stunden Zeit, um 160 Fragen zu beantworten. Es gibt ein Heft mit allen Fragen + ein zusätzliches Heft für Bildmaterial am zweiten Tag. Die Antworten werden mit einem Bleistift (nur Härtegrade HB, B oder 2B sind zulässig) auf dem Antwortbogen markiert. Zum Radieren sollen nur Plastikradierer verwendet werden (aka ganz normale Radierer…). Du darfst alle Unterlagen bis auf den Antwortzettel mit nach Hause nehmen.

Die Fächer, die im schriftlichen Physikum geprüft werden, sind aufgeschlüsselt nach Tag und Anzahl an Fragen folgende:

Tag 1: Chemie + Biochemie 80 Fragen / Physik + Physiologie 80 Fragen

Tag 2: Anatomie + Histologie + Biologie 100 Fragen / Medizinische Psychologie + Medizinische Soziologie 60 Fragen

Alle Fragen sind nach dem bekannten Multiple-Choice-Format mit je einer richtigen Antwort formuliert.

Du hast einen fest zugewiesenen Sitzplatz, auf dem du Stifte und andere Utensilien, Trinken und Essen verteilen darfst. Achtung: man darf keine Markierungsstifte, Kugelschreiber oder andere Stifte verwenden, die keine Bleistifte in den Härten HB, B oder 2B sind :D. Dein Sitzplatz hat eine Nummer, die du bei jedem Toilettenbesuch bei einer Aufsicht abgibst und danach wieder abholst.

Du darfst deinen Antwortbogen vor Ablauf der Zeit abgeben und musst dann die Halle und das Gelände verlassen, damit deine Kommiliton*innen noch die Toilette aufsuchen dürfen. Dein Aufgabenheft darfst du allerdings erst nach Ende der Prüfung abholen. Eventuell gibt es auch die Möglichkeit, beide Hefte am Ende des zweiten Tages gesammelt mitzunehmen.

Ergebnisse

Du darfst dein Heft mit deinen Antworten mitnehmen, es gibt von Medi-Learn/Thieme/Amboss eine Webseite, wo du deine Ergebnisse eintragen und mit allen anderen, die in Deutschland Physikum geschrieben haben, vergleichen kannst, um noch am gleichen Tag eine erste Schätzung zu bekommen. Etwas später im Laufe des Tages/der Tage kommen auch noch “Expert*innen”-Antworten von Dozierenden, um das Ergebnis etwas besser zu schätzen.

Mündliches Physikum

Das mündliche Physikum ist Teil des Ersten Abschnittes der Ärztlichen Prüfung ( = erstes Staatsexamen, M1) und besteht aus einer jeweils 15-20 minütigen Prüfung bei Dozierenden der Uni Heidelberg in den Fächern Anatomie/Histologie, Biochemie und Physiologie. Bestehensgrenze ist dabei die Note 4.

Gedächtnisprotokolle

So wie du fürs schriftliche Physikum alte Examina des impp kreuzt, kannst du dir beim mündlichen Physikum die Gedächtnisprotokolle deiner Kommiliton*innen zu Nutze machen. Diese werden auf Famos gesammelt und können unter Nutzung deiner Uni-ID eingesehen werden. Cave: die Seite sieht momentan noch etwas rustikal aus, wir arbeiten aber mit Hochtouren an einem Update 😉

Die Protokolle sind für die Vorbereitung extrem hilfreich und wir raten dir, auf jeden Fall mal einen Blick darauf zu werfen. Deswegen ist es genauso wichtig, dass du direkt nach deiner Prüfung, wenn dein Gedächtnis noch frisch ist, deine Prüfungsthemen festhältst. Nur so kann dieses System nachhaltig funktionieren und die nachfolgenden Studierenden werden dir danken! (Tipp: hierfür bietet sich z.B. eine schnelle Sprachnachricht am Prüfungstag an, die im Nachgang verschriftlicht werden kann.)

Ganz wichtig: auch wenn die Existenz der Gedächtnisprotolle natürlich ein offenes Geheimnis ist, bitten wir dich darum, die Protokolle nur für dich und deine Kommiliton*innen zu nutzen und Dozierenden gegenüber nicht zu erwähnen.

Vor der Prüfung

Das mündliche Physikum findet nach dem schriftlichen Physikum ab. Die Prüftermine im Frühling sind i.d.R. über 2-3 Tage verteilt und relativ bald nach dem Schriftlichen. Im Herbst liegen sie verteilt über 2 Wochen im September, zwischen schriftlichem und mündlichem Physikum liegen also ca. 2 Wochen Pause.

Für 2022 sind (voraussichtlich) folgende Zeiträume festgelegt: Frühling: 22.-24.03.2022, Herbst: 07.09.-21.09.2022.

Du bekommst deinen individuellen Termin mit der Zusage zum schriftlichen Physikum mitgeteilt. Welche Dozierende Teil deiner Prüfkommission sind, erfährst du 14 Tage vor dem Termin. Achtung: Du bekommst keine Mail oder anderweitige Benachrichtigung, die Zusammensetzung der Prüfkommissionen werden jeden Tag ganz altmodisch im Studiendekanat im INF 346 ausgehangen. (Während Corona wurden die Prüfkommissionen über Moodle veröffentlicht und in den Gruppen der Studierenden geteilt, um Kontakte zu vermeiden.)

Das Institut für Anatomie bietet normalerweise Termine zum freien Mikroskopieren, die in den Tagen nach dem schriftlichen Physikum bekannt gegeben werden. Das freies Mikroskopieren erfolgt im Selbststudium, d.h. neben einer Aufsicht ist niemand da, um Fragen zu beantworten oder Dinge zu erklären. (Dies ist in den letzten 2 Jahren leider ausgefallen. Je nach Prüfer wird man auch am Online-Präparat geprüft, am besten schreibt einer eurer Prüfgruppe den Dozenten an und fragt nach oder ihr guckt auf Famos.)

Ablauf der Prüfung

Am Tag der Prüfung triffst Du Dich mit maximal 3 anderen Prüflingen in einem Seminarraum. Die Prüfung dauert insgesamt ca. 4 Stunden. Jedes der drei Fächer Anatomie/Histologie, Biochemie und Physiologie prüft jeden Prüfling für 15-20 Minuten. Dazu kommt in jedem Fach noch eine Vorbereitungszeit, in der du auch 15 Minuten Zeit hast, um eine “praktische Aufgabe” zu erledigen. Diese Vorbereitung machst du, während jemand anderes geprüft wird. Ohrstöpsel können benutzt werden und sind sehr zu empfehlen.

In der Anatomie/Histologie bereitest Du hierfür ein oder mehrere Präparate und ggf. EM-Bilder vor (abhängig von dem*der Prüfenden), die du danach vorstellst. Hierfür ist es gut, wenn du weißt, wie man im ToupView (dem PC-Programm) Fotos machen kann.

In der Biochemie bekommst du einen Aufgabenzettel, der sich mit Inhalten der Praktika befasst. Du bekommst dafür eventuell auch einen Taschenrechner (je nach Prüfenden). Danach wird das Aufgabenblatt überprüft oder kann auch als ein Einstieg in die Prüfung dienen.

In der Physiologie gibt es ein Arbeitsblatt mit mehreren Aufgaben zu einem Thema, unter anderem wird auch erwartet, dass du Diagramme selbst zeichnen oder beschriften kannst.

Die Prüfung läuft folgendermaßen ab: Am Anfang gibt es 15 Minuten Zeit, in der jeder Prüfling die “praktische” Aufgabe aus dem Fach bekommt, in dem er*sie zuerst geprüft wird. (In unserem Beispiel bekommen Prüfling A und D eine Aufgabe aus der Biochemie, Prüfling B aus der Physiologie und Prüfling C aus der Anatomie). 

Dann geht die eigentliche Prüfung los. Prüfling A fängt an und wird z.B. in Biochemie geprüft, währenddessen bereitet sich Prüfling B auf Physiologie vor. Dann wird Prüfling B in Physiologie geprüft während Prüfling C sich auf Anatomie vorbereitet. Als nächstes wird Prüfling C in Anatomie geprüft, während Prüfling D sich auf Biochemie vorbereitet und so weiter. Das heißt – vorausgesetzt, alle 4 Prüflinge sind erschienen – hast du nach deiner Prüfung immer 2 “Slots” Pause, bevor du wieder mit der Vorbereitung fürs nächste Fach beginnst.

Nachdem alle ihre Prüfungen in den 3 Fächern beendet haben, werdet ihr rausgebeten, damit sich die Prüfungskommission besprechen und die Noten festlegen kann. Das dauert meist ca. 5-15 Minuten. Danach bekommt ihr alle eure Gesamtnote mitgeteilt, je nach Prüfkommission können auch die Teilnoten der einzelnen Fächer erfragt werden.

Offizielle Ergebnisse

Das offizielle Ergebnis kommt mit dem Zeugnis und den original zugesandten Dokumenten (Geburtsurkunde, Zeugnis, usw.) in den Wochen bis Monaten nach dem mündlichen Physikum.

Was passiert, wenn ich durchgefallen bin?

Falls du durch mindestens einen Teil des Physikums durchgefallen bist, wirst du vom folgenden Semester von der Uni abgemeldet. Dies teilt dir die Uni mit. Zusätzlich erhältst du statt dem Zeugnis einen Brief vom LPA, der dir mitteilt, dass du das Physikum nicht bestanden hast.

du kannst dich dann für den nächsten Versuch innerhalb der für alle geltenden Fristen anmelden. Dabei reicht die Online-Anmeldung, dem LPA liegen ja noch deine anderen Daten vor. Sobald du dann das Physikum bestanden hast, wirst du von der Uni automatisch für das nächste Semester angemeldet.

Ganz wichtig: Wenn du den einen Teil des Physikums (schriftlich oder mündlich) bestanden hast, musst du diesen nicht nachholen! (sondern nur den Teil, den du nicht bestanden hast) Somit kannst du dir beispielsweise bei einem schlechten Gefühl im schriftlichen Physikum trotzdem noch überlegen, dich im mündlichen Physikum zu versuchen.

Erfahrungsberichte

Hier findest du einige Erfahrungsberichte, in denen wir unter anderem erzählen, wie wir gelernt haben und was uns besonders durch die Lernzeit geholfen hat.

Cave: das sind keine Musterlösungen, du musst einfach den passenden Weg für dich persönlich finden!

"Mit einem realistischen Lernplan ohne Panik pauken"

Kontakt: l.kuees@gmail.com

    1. Hard facts: Am Wochenende nach der letzten Integrierten habe ich mir auf der Grundlage der Lernpakete in den Endspurtskripten einen individuellen Lernplan erstellt, wobei ich meiner Ansicht nach einfachere Lernpakete zusammengelegt habe, mir dafür für andere Fächer mehr Zeit eingeräumt habe. Auch die Reihenfolge der Fächer habe ich nach meinen Präferenzen modifiziert. So habe ich Makro erst ganz zum Schluss gelernt. Mit diesem realistischen Lernplan konnte ich ohne Panik pauken. Tatsächlich habe ich mich bis zum Schluss strikt an den Plan gehalten.

    Am darauffolgenden Montag habe ich dann mit dem Lernen angefangen. Von Montag bis Samstag habe ich jeweils neue Kapitel gelernt, um dann den Sonntag je nach Bedarf für Wiederholungen nutzen zu können. Vormittags habe ich mit den Endspurt-Skripten gelernt, die mir sehr gut gefallen haben, da sie wirklich alles Wichtige kurz darstellen – und einen nicht wie Via Medici mit für die Prüfung überflüssigen Details überschütten. Nachmittags habe ich jeweils am Tag darauf mit dem zu den Endspurtskripten passenden Kreuzplan von Amboss gekreuzt, eine Kombination, die sich als wertvoll erwiesen hat, da sich die Erklärungen aus Skripten und Amboss gut ergänzen.

    Neun Tage vor dem schriftlichen Physikum war ich dann fertig und habe die letzten Tage zur Wiederholung genutzt. Den Tag nach der schriftlichen Prüfung habe ich mir frei genommen, um mich mit einem neuen Lernplan in die Vorbereitung für das Mündliche zu stürzen. Sowohl im Mündlichen als auch im Schriftlichen wollte ich schon sehr gerne eine 1 haben, was ich in beiden Prüfungen auch geschafft habe.

     

    2. Was ich anders gemacht hätte: Die Vorbereitung auf das Physikum würde ich noch einmal genau so machen. Ich hätte mich nur nicht durch den Vergleich mit anderen so stressen lassen müssen, dann wäre die Zeit sogar echt angenehm gewesen. Glaubt mir, im Nachhinein erscheint das Physikum nicht mal halb so schlimm. Auch die Notengebung der Prüfer im Mündlichen ist in aller Regel sehr wohlwollend.

     

    3. Mental health: Auch in der Vorbereitungszeit für das Physikum hat man Zeit für Hobbies und etwas Ausgleich. Nehmt euch diese Zeit auch! Mit einem strukturierten Tagesplan und emotionalem Durchhaltevermögen lässt sich das Physikum gut meistern. Auch wenn die Tage lang und nicht selten anstrengend sind, vergeht die Zeit wesentlich schneller, als man zu Beginn der Vorbereitung noch denkt. Man ist ja schließlich auch gut beschäftigt!

    "Vertraut in euer Können und einen realistischen Lernplan!"

    Kontakt: christine.sauerteig@stud.uni-heidelberg.de

      Im 4. Semester hatte ich anfangs Schwierigkeiten mir eine genaue Vorstellung von der Lernphase zu machen ohne direkt durchzudrehen. Deshalb habe ich mir versucht vorab einen realistischen Zeitplan zu erstellen: nach der 3. Integrierten habe ich den Sonntag frei gemacht und hatte somit exakt 50 Tage bis zum schriftlichen Physikum. Ich hatte für die vorherigen Semester bereits die Endspurtskripte von Thieme und habe mich deshalb für eine Kombination aus Via Medici und den Skripten entschieden. Dazu habe ich mir entsprechend einen eigenen Plan erstellen müssen, da Via Medici zwar fast deckungsgleiche Texte wie die Skripte beinhaltet aber oft eine völlig andere Reihenfolge nutzt. Wer gut und lange vom Bildschirm lernen kann und nicht alles als Papierform oder zum markieren benötigt fährt mit Via Medici alleine sicher auch sehr gut, für mich kam das aber nicht in Frage. Gerade weil es online stets die Möglichkeit gibt den „Schweregrad“ einzustellen und ich dann dazu verleitet worden wäre mich in Details zu verlieren bin ich bewusst dabei geblieben nur aus den Skripten zu lernen und den Via Medici Account nur zum Kreuzen zu nutzen. Ich habe mich mit der Reihenfolge der Fächer und der groben Anzahl an Tagen für das jeweilige Fach an die beiden Lernpläne von Via Medici (30 und 60 Tage) gehalten und eine Mischung daraus für mich persönlich erstellt. Konkret habe ich dabei den 30 Tage-Lernplan auf 40 Tage gestreckt indem ich manche Tage gesplittet und auf zwei Tage aufgeteilt habe, zwei Tage als Puffertage eingeplant und auch einen Tag an dem ich nicht lernen konnte direkt als „Ausfalltag“ markiert habe. Ansonsten habe ich aber jeden Tag von ca. 8-9 Uhr Morgens bis 7-8 Uhr Abends gelernt, auch an den Wochenenden. Dazu sei gesagt, das ich dazwischen stets eine Mittagspause und mehrere „Ups ich hab die Zeit auf Instagram vergessen“ Pausen eingelegt hatte und der Tag immer den gleichen Ablauf hatte: erst aus den Heften die entsprechenden Kapitel lernen, anschließend die Themen des vorherigen Tages kreuzen (bei zeitlicher Kapazität aus den beiden Lernplänen, weil doppelt eben besser hält). Rückblickend bin ich so konstant voran gekommen, die Puffertage haben mir extrem geholfen nicht in Panik zu geraten wenn es an einem Tag einfach zu viel war und ich war so 10 Tage vor dem Physikum komplett einmal mit dem Stoff durch. Die restlichen 10 Tage habe ich dann für die Altklausuren auf Via Medici genutzt und um meine Merkzettelchen noch einmal durchzugehen —> so habe ich jedes Thema quasi zweimal durchgeschaut und gelernt. Ich hatte so sehr gestresste 40 Tage NonstopLernerei (und das ist nur bedingt empfehlenswert), dies hat sich für mich aber mit den 10 Tagen hintenraus extrem ausgezahlt. Man hätte den Plan natürlich auch einfach auf exakt 50 Tage ausweiten können und wäre damit zu einem sauberen Schluss gekommen, allerdings auf die Gefahr hin das man eben doch nicht fertig wird. Hier gibt es einfach kein richtig oder falsch: egal welche Lernplattform ihr nutzt, sie wird euch sicher zum Ziel führen solange ihr einen wirklich realistischen Plan habt! Ich für meinen Teil bereue weder meinen Zeitplan noch die Kombi aus Via Medici + Endspurtskripten und habe damit auch meine erhoffte Physikumsnote erzielt (schriftlich 2, mündlich 1 (—> Altprotokolle durcharbeiten!!!), insgesamt 1). Noch viel wichtiger als jede Note ist aber eure physische und psychische Gesundheit, deshalb achtet bitte auf euch, plant lieber großzügig Puffertage ein, oder wie ich einige Tage direkt vor dem Physikum, die ihr zum Auf- und Wiederholen oder einfach nur für euch nutzen könnt. Bleibt in Kontakt mit euren Leidensgenossen, Partnern, Freunden oder der Familie und gönnt euch eine Runde Sport, eure Lieblingsserie auf Netflix und v.a. genug Schlaf. Und auch wenn euch spätestens irgendwann an Lerntag 36 ein wenig die Puste ausgeht und ihr euch fragt ob es jemals vorüber gehen wird: vertraut in euren Lernplan und in euer Können (ihr habt schließlich 2 Jahre Vorklinik durchgezogen!). Ich drücke euch ganz fest die Daumen, ihr schafft das alle! Just trust the process!

      "Viel mehr als Durchlesen hat die vom Lernplan zugeteilte Zeit oft nicht hergegeben – reicht trotzdem!"

      Kontakt: schnaubelt.anna@web.de

      1. Hard facts: Ich habe das Wochenende nach der letzten Integrierten (20.6.) noch frei gemacht und dann mit meinem Lernplan begonnen. Da ich mir die aktuellen Endspurtskripte gekauft habe, habe ich den Lernplan von Via Medici benutzt. Dazu habe ich mir das „Kreuz-Abo“ gekauft, um die im Plan vorgegebenen Wiederholungen damit machen zu können. Für den 60-Tage-Plan war die Zeit etwas zu knapp (schriftlich am 18./19.8.), deshalb habe ich den 40-Tage-Plan benutzt und dafür jeden Sonntag frei gemacht. Außerdem habe ich, wenn ich das Gefühl hatte, es nötig zu haben, einen Wiederholungstag eingebaut und mir für im Plan zu knapp bemessene Tage (Chemie!) einen Zusatztag genommen. Trotzdem war ich glaube ich fast zwei Wochen vorher fertig mit den Lerneinheiten und habe dann die letzte Woche mit Wdh. (v.a. Makro) und den vier aktuellsten Examina verbracht (sog. Generalproben, die sind in die 40 Tage eigentlich mit eingerechnet).

      Meine Vorbereitung zum Mündlichen bestand v. a. aus Altprotokollen (!!!) und Smart Medix.

      Meine Zielnote war im Mündlichen wie im Schriftlichen mindestens eine Zwei, letztendlich hat es aber beide Male sogar für eine Eins gereicht.

       

      1. Was ich anders gemacht hätte: Was die Reihenfolge der Themen angeht, habe ich strikt nach Plan gearbeitet. Rückblickend hätte ich aber Makro ganz nach hinten legen sollen, weil ich mir das schwerer merke als andere Themengebiete und so nochmal richtig viel wiederholen musste am Schluss. Scheut euch also nicht, den Plan sinnvoll für euch anzupassen! Außerdem ist es meiner Meinung nach nicht notwendig, die aktuellsten Skripte zu kaufen. Was sich ändert, sind oft nur richtig crazy Fakten, die wahrscheinlich einmal pro Jahr dazu kommen, um uns zu nerven. Die hat man dann aber spätestens nach der Generalprobe drauf, da haben die Skript-Autoren diese Fakten ja auch her.

      Noch ein Tipp: Via medici hat bei uns in den Tagen vor der schriftlichen Klausur immer wieder abgeschmiert. Keine Ahnung, ob das immer so ist, macht eure „Generalproben“ aber trotzdem lieber nicht auf den letzten Drücker, das ist dann deutlich stressfreier…

       

      1. Mental health: Wegen Corona war ich am Anfang die meiste Zeit bei meinen Eltern (das war erstaunlich entspannt trotz Lernerei) und habe erst die letzten zwei Wochen vor dem Schriftlichen in der Bib gelernt. Ab da habe ich angefangen, mich zu stressen, weil ich mitbekommen habe, wie viel alle anderen (vermeintlich) machen im Vergleich zu mir. Deshalb: umgebt euch mit „Nicht-Medizinern“, wenn es geht und macht auch mal frei, die freien Sonntage haben mir sehr gut getan.
      "Einfach anfangen, nicht groß mit neuen Lerntechniken rumexperimentieren und vor allem versuchen, ruhig zu bleiben!"

      Kontakt: anne.ulmer@gmx.de

      Mein erster Tipp: Nicht mit neuen Lerntechniken anfangen oder arg von der gewohnten Herangehensweise abweichen. Bei mir war es z.B. schon immer so, dass ich eigentlich nur produktiv mit den eigenen Aufschrieben/ Lernzetteln lernen kann (auch wenn das genau dem Gegenteil der allgemeinen Meinung entspricht, beim Physikum nicht mit Zusammenfassungen anzufangen), weshalb ich mich dazu entschlossen habe, bei dieser Technik zu bleiben – für mich absolut richtig, auch im Nachhinein. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich in den vorherigen Semestern auch nicht anders gelernt hab, sodass ein Großteil der Lernzettel schon existierte. In den Semesterferien nach der 2. Integrierten habe ich dann damit angefangen, mit Endspurt-Skripten größere Lücken in meinen Zetteln aufzufüllen (z.B. musste ich in Physik gefühlt nochmal von vorne anfangen…) und mir vor allem auch IMPP- Schwerpunkte fürs Schriftliche und die „unieigenen“ Specials als „nice-to-know“ fürs Mündliche zu markieren.

      Nach der 3. Integrierten habe ich dann angefangen „so richtig“ zu lernen und vor allem immer wieder zu wiederholen, was für mich das A und O war. Dazu habe ich mich zeitlich an den Themen des 50-Tage Lernplans von Amboss orientiert, die ich dann mit meinen eigenen Lernzetteln gelernt habe. Zur Abwechslung und zu Kontrolle, habe ich dann nachmittags/abends die zusammengestellten Amboss Fragen-Sitzungen zu den Themen gekreuzt.

      Generell kann ich nur empfehlen, sich in der Zeit eine gewisse (Tages-)Struktur anzueignen, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, z.B. immer zusammen in die Bib zu gehen und regelmäßig irgendwas Ablenkendes, Entspannendes oder Auspowerndes zu machen, um den Kopf frei zu bekommen. Ich war z.B. viel Joggen, habe Yoga gemacht und ab und zu mal das Klavier bemüht. Gemerkt habe ich auch, dass es für viele weniger eine rein kognitive Herausforderung ist, als eine Prüfung des emotionalen Durchhaltevermögens und des Selbstvertrauens ist. Mein Tipp also: Schaut, dass ihr euch „bei Laune“ haltet und dass euch am Ende nicht die Luft ausgeht, denn danach kommt ja auch noch das Mündliche, was für mich persönlich nochmal viel nervenaufreibender war, obwohl es im Allgemeinen doch vermutlich leichter zu bestehen ist als das Schriftliche.

      Nun noch zu meinen Erwartungen und Ergebnissen: Mein Ziel war es in erster Linie einigermaßen stabil und möglichst ohne größere Panikattacken o.ä. durchzukommen, 2. „Im Schriftlichen wäre ein 3 völlig in Ordnung, ne 2 würde ich aber auch nehmen“ und 3. das Mündliche ohne peinliche Blackouts zu überleben. Mit sehr viel Glück habe ich im Schriftlichen noch die 2 geschafft und auch im Mündlichen viel Glück mit Prüfern und Themen gehabt und dort eine 1 bekommen. Für mich war das besser als erwartet, aber wie gesagt war auch sehr viel Glück dabei.

      Einfach anfangen, nicht groß mit neuen Lerntechniken rumexperimentieren und vor allem versuchen, ruhig zu bleiben! Es gibt so vieles, was man nicht beeinflussen kann, was Glückssache ist, und dann doch anders als gedacht kommt – lasst euch davon nicht aus der Bahn werfen!

      "Das wichtigste ist, sich einen Ausgleich zu suchen und sich nicht mit anderen zu vergleichen!"

      Kontakt: toni.steinbach@gmx.de

      Ich habe mit den Endspurtskripten von Thieme gelernt und mir die neueste Version gekauft, wodurch ich direkt einen Code für 3 Monate für Viamedici dazubekommen habe. Wir hatten 55 Tage Zeit, wodurch ich den 30 Tage Plan von Viamedici deutlich entspannter durcharbeiten konnte. Ich habe mich aber gegen komplett freie Tage entschieden und stattdessen mehrere Tage halbiert, da ich nebenher noch gearbeitet und relativ viel Sport gemacht habe. Ich war dann ungefähr eine Woche vorm Schriftlichen fertig und habe die Woche nochmal genutzt, um gewisse Inhalte zu wiederholen und einfach Fragen zu kreuzen. Mein Ziel war mit moderatem Aufwand irgendwas zwischen 70 und 80 Prozent zu erreichen, was ich im Endeffekt auch geschafft habe.

      Ich würde tatsächlich nicht viel anders machen! Was mir aber dann vor allem beim Mündlichen aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass ich die komplette Vorklinik mehr auf random facts anstatt auf Verständnis gelernt habe. Dadurch konnte ich zwar beim Kreuzen Fragen direkt beantworten, hatte aber bei allgemeineren Dingen oder beim Übertragen von Gelerntem Schwierigkeiten. Es lohnt sich, die Zusammenhänge zu verstehen und die einzelnen Themen auch immer im Bezug zu anderen Themen oder Fächern zu betrachten.

      Zum Thema mental health kann ich jedem empfehlen sich einen Ausgleich zum Lernen zu suchen! Auch wenn die Masse an Lernstoff erdrückend wirkt – die Tatsache, dass man morgens aufsteht und weiß, man sitzt nicht nur den ganzen Tag am Schreibtisch, sondern geht abends noch ins Training oder trifft sich mit Freunden, hilft enorm, um halbwegs motiviert und fokussiert durch den Lerntag zu kommen. Ein anderer Aspekt, der mich beschäftigt hat, ist der Vergleich mit anderen. Es gab genügend Studierende, die von morgens bis abends in der Bib saßen und teilweise nachts gelernt haben. Da habe ich mich dann mit meinen maximal 8 Stunden Lernzeit gefragt, ob ich das Physikum vielleicht doch unterschätze. Aber für mich persönlich war es wichtig, abends ein festes Ende zu haben und mich zwischendurch auch mal mit nicht-medizinischen Dingen zu beschäftigen.

      "Mit einem strukturiertem Zeitplan, der auch Raum für freie Tage/ Nachmittage lässt und täglichen lernfreien Zeiten, kann man das Physikum entspannt angehen."

      Kontakt: carolin.resag@gmail.com

      Hard facts: Ich habe nach der 3. Integrierten das WE Pause gemacht und dann am Montag angefangen zu lernen. Gelernt habe ich mit den Endspurtskripten (nicht die neueste Version, ging trotzdem), sowie dem „kreuzen-Abo“ von via medici. Dabei habe ich mich an den 40-Tage-Lernplan von via-medici gehalten, habe den aber zum Teil angepasst (Chemie hat zu Beispiel länger gebraucht, PsychSoz deutlich kürzer). So hatte ich vor der schriftlichen Prüfung noch mehr als eine Woche Zeit, in der ich Makro nochmals wiederholt habe und auch alle Fragen zum kreuzen durchgegangen bin (mit dem Lernplan werden nicht alle Fragen gekreuzt. So hat man wiederholt und gleichzeitig noch dazu gelernt). Außerdem habe ich mir die Makro-Reps von Stark nochmals angehört.

      An sich sind die Endspurtskripte perfekt zum Lernen, nur bei Makro habe ich mir den Prometheus dazu genommen, da man durch die Abbildungen sich die Begriffe selbst abfragen kann und auch die Topografie-Beziehungen im Hinblick auf das Mündliche sehr hilfreich sind.

      Anfangs war meine Zielnote eine Zwei, aber beim Kreuzen habe ich gemerkt, dass es sehr gut lief, sodass am Ende mein Anspruch auch eher eine Eins war (wobei das auch viel mit Glück zu tun hat, je nach Fragen). Die habe ich auch bekommen, worüber ich super happy war.

      Verbesserungen: Im Nachhinein hätte ich mir vorm Mündlichen deutlich weniger Stress machen sollen. Da sind gerade die Altprotokolle tödlich, da man sich einredet, dass all die Themen und Fragen von den Studierenden, die da aufgeschrieben wurden, relevant sind bzw. gewusst wurden. Das ist auf keinen Fall so, also macht euch nicht verrückt. Mit meiner Strategie vorm Schriftlichen bin ich eigentlich weiterhin sehr zufrieden.

      Mental Health: Was mir sehr gut getan hat, war abends nicht mehr zu lernen. Meist habe ich schon so um sieben Schluss gemacht und habe den Rest des Abends (ohne schlechtes Gewissen!) genossen und mir auch mal nen Sonntag freigenommen. Dafür habe ich morgens konstant angefangen. Immer wenn ich mich nicht mehr konzentrieren konnte habe ich ein wenig gekreuzt oder eine Essenspause gemacht. Ich denke eine klare Struktur mit Zeit für Sport, Freunde und Familie war für mich sehr wichtig und eben auch das Wissen, dass man am Abend ein paar unifreie Stunden genießen kann. Das hat sehr geholfen und ich war auch deutlich weniger gestresst, als befürchtet.

      "Es geht vorbei – wirklich! Mentale Gesundheit ist wichtiger als das IMPP“

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      Ich würde aber schon relativ bald anfangen. Wir hatten die Integrierte an einem Samstag und am Montag war ich schon wieder in der Bib, aber mit dem Wissen dadurch auch ein paar Puffer-Tage eingeplant zu haben. Ich hab mich klassisch an den 50-Tage Lernplan von via medici gehalten und mit den Endspurt-Skripten gelernt. Und ja – man wird am Anfang kaum fertig mit dem jeweiligen Stoff, der für einen Tag eingeplant ist. Es ist absurd viel und es ist okay, sich erstmal ranzutasten. Nach und nach gewöhnt man sich an das Pensum. Konzentriert durcharbeiten, durchdenken und hoffen, dass am Ende was hängen bleibt REICHT. Kleiner Tipp: NICHT mit Anatomie anfangen! sind meistens die vollgepacktesten Tage und am Anfang kann man es einfach nicht schaffen und macht sich nur unnötig fertig. Außerdem ist es am längsten her und ihr dürft da ruhig auf euer Kurzzeitgedächtnis vertrauen. Ich habs als allerletztes Gemacht und war super froh drum. Fangt mit einem Thema an, das euch entweder sehr liegt oder nicht so wichtig ist (Ich hab mit Bio angefangen, also Humangenetik etc.)

      Ich bin auch schnell gestresst, aber nach und nach hab ich dann auch verstanden, dass es eher darum geht, sich Tag für Tag damit auseinanderzusetzen und sich nicht abschlagen zu lassen von der Menge an Stoff. Manches lässt man dann halt eben, manches liest man etwas weniger genau und das ist völlig okay. Man muss nicht von 8-24 Uhr in der Bib oder am Schreibtisch sitzen, um zu bestehen. Ich hab zwischendurch auch mal ein/zwei Tag gar nicht gelernt. Ja, es ist nice am Ende noch viel Zeit zu haben, weil man sich dann sicherer fühlt, aber Thema mentale Gesundheit – zwingt euch nicht 50 Tage am Stück zu lernen. Am Ende kann einem so die Puste ausgehen. Wenn’s nicht mehr geht, macht Pause und geht frisch wieder ran, sonst wird man von Infos überflutet und hat auch nix davon. Die letzten zwei Wochen waren sehr hart, aber macht euch nicht fertig, wenn die Konzentration allmählich nachlässt. Das ist ja nur normal.

      Für die Mündliche muss man auch akzeptieren, dass die Zeit einfach so knapp ist, dass man nur die Praktika wiederholen und sich auf die Prüfer*Innen vorbereiten kann. Altprotokolle sind Gold wert. Diese zwei Wochen waren schon echt stressig und der Druck ist nochmal ein anderer, aber, wenn man sich mit den Lieblingsthemen der drei Prüfer*Innen auseinandersetzt, passt das! Den Rest hat man meistens vom schriftlichen noch halb im Kopf. Durchhalten!

      Insgesamt hätte ich schon gerne eine zwei gehabt und hab die dann auch bekommen, aber ehrlich gesagt ist es schon mega geil, es einfach hinter sich zu haben. Außerdem hängt die Note so sehr davon ab, wie gutmütig die Prüfer*Innen sind und wie viel Glück man mit den Themen hat. Am Ende des Tages, werdet ihr es alle schaffen und niemand ist besser oder schlechter als jemand anderes, nur wegen einer Zahl auf einem Blatt Papier.

      "Mit 'nem guten Lernplan klappt's immer"

      Kontakt: mcapek@web.de

      Hey, ich bin Manuela und habe im Herbst 2020 mein Physikum bestanden. Ich habe ganz klassisch mit den Endspurt-Skripten gelernt und passend dazu auf Via Medici gekreuzt. Als erstes habe ich einen Lernplan erstellt und ihn an meine Zeit angepasst – das heißt ich habe nach der Integrierten im 4. Semester mit 1,5 Lernpaketen am Tag angefangen und am Abend immer das Thema vom Vortag gekreuzt – geplant war ein freier Tag in der Woche, was ich aber eigentlich nicht eingehalten habe. Ich würde euch jedoch empfehlen, ab und an einen Tag frei zu machen, dann hat man am Ende mehr Energie. Am Ende habe ich im Schnitt 3 Lernpakete pro Tag wiederholt und das hat ganz gut funktioniert, um bis zum schriftlichen Physikum durchzukommen. Was mir sehr geholfen hat, ist zum Lernen in die Bib zu fahren und wenn ich abends zu Hause war, nichts mehr zu lernen. So bekommt man genug Abstand und hat nicht das Gefühl, sich nur noch mit dem Physikum zu beschäftigen.

      Nach dem Schriftlichen habe ich erst einmal ein paar Tage frei gemacht und mich dann voll auf die Themen in den Altprotokollen meiner Dozenten konzentriert. Es ist auch empfehlenswert, mit seinen Prüfungspartnern zusammen zu lernen, sich zum Beispiel abzufragen oder die Anatomie-Modelle zu besprechen. Am wichtigsten finde ich, sich Deadlines zu setzen – ich habe beispielsweise nach spätestens 9 aktiven Lernstunden aufgehört, egal wie weit ich war. Mit 8 Stunden am Tag sollte man das gut schaffen und nach einem stressigen Lerntag kann man sowieso nicht mehr so viel in den Kopf bekommen. Viel Erfolg!

      Soweit ist es leider noch nicht!

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