Physikumsinfo

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Alle deine Fragen zum Physikum beantwortet.

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Auf der Webseite des LPAs findest du weitere Informationen zum Physikum.

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Wir freuen uns auf dich. ☺️

Anna, Johanna, Letti und Lisa

FAQ

Wir haben die folgenden Informationen nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Allerdings kann sich natürlich immer etwas ändern, schau im Zweifelsfall also lieber nochmal auf der Webseite des LPAs oder in deinem Antrag nach.

Falls du einen Fehler bemerkst, melde dich gerne bei uns: physikumsinfo@fsmed-hd.de

Anmeldung

Da das Physikum als Staatsexamen über das Landesprüfungsamt Baden-Württemberg (LPA) läuft, findest du alle Informationen zur Anmeldung und zum Ablauf auch auf der Webseite des LPAs. Wir haben hier für dich mal die wichtigsten Fragen beantwortet:

Datum des schriftlichen und mündliches Physikums Herbst 2023

schriftlich: 22.08.23 – 23.08.23

mündlich(voraussichtlich): 06.09.23 – 20.09.23

Wann muss ich mich anmelden?

Der Anmeldebeginn ist ca. zwei Monate vor Anmeldeschluss. Die Deadline sind der 10.01. (Frühjahr) bzw. 10.06. (Prüfung Herbst).

Für dieses Jahr bedeutet das:

  • Anmeldebeginn ca. April
  • Anmeldeschluss: 10.06.23
  • Nachreichschluss: 29.07.23

Du musst den Antrag postalisch verschicken, weshalb du nicht bis kurz vor Anmeldeschluss warten solltest. Du kannst vorab bereits die Anerkennung von bereits abgeleisteten Krankenpflegediensten, sowie des Erste-Hilfe-Nachweises beantragen. Mehr dazu findest du hier. (siehe Anmeldungsunterlagen im Einzelnen)

Beachte bitte: Der Nachreichschluss ist als letztmöglicher Termin zur Dokumentenabgabe gedacht (Ausschlussfrist!), sodass bei unvollständigen oder fehlerhaften Unterlagen die Dokumente nachgereicht werden können.

Wenn die Anmeldung fehlerhaft ist, meldet sich das LPA bei dir. Wenn alles geklappt hat, hörst du nichts. 

Wo kann ich mich anmelden?

Eine Anleitung für die Online-Anmeldung findest du hier.

Du musst dich dazu auf der Online-Plattform „Medizin Online“ des LPAs registrieren.

Schreib dir dein Passwort am besten irgendwo auf, da du dieses noch häufiger brauchen wirst ,beispielsweise um deine Einladung vorab online herunterzuladen.

Wie genau funktioniert die Anmeldung?
  1. Zuerst musst du dich im Online-System einmalig registrieren. Das Konto kann dann für die weiteren Prüfungen wie das M2 wiederverwendet werden. Orientiert euch dabei an der Anleitung auf der Seite des LPA.
  2. Wenn das geschafft ist, kannst du den Online-Antrag für das Physikum ausfüllen. Dafür wählst du “Antrag M1” bei Humanmedizin aus und füllst den Bogen aus. (Anmerkung: mit “Gymnasien mit reform./differenzierter Oberstufe” unter “Art der Hochschulzugangsberechtigung” wird gemeint, dass die letzten zwei Jahre aus Kursen mit Pflicht- und Wahlbereich bestehen. Das ist der Standard in den heutigen Gymnasien.)
  3. Der Online-Antrag wird anschließend abgeschickt und erscheint in dem Ordner “Eingereichte Anträge” auf der Hauptseite.
  4. Wir sind hier aber noch nicht fertig. Der Antrag muss ausgedruckt, unterschrieben und mit allen aufgelisteten Unterlagen (siehe Anmeldeunterlagen allgemein) per Post an das LPA gesendet werden.

Regierungspräsidium Stuttgart

Referat 95 – Landesprüfungsamt und Anerkennungsstelle für Gesundheitsberufe

Ruppmannstr. 21

70565 Stuttgart

Welche Unterlagen brauche ich zur Anmeldung?
  1. Ausdruck der Online-Anmeldung mit Unterschrift
  2. Geburtsurkunde, Abstammungsurkunde oder ein Auszug aus dem Familienbuch
  3. Falls sich dein Name geändert hat: ein standesamtlicher Nachweis über die Namensänderung, z. B. Heiratsurkunde
  4. Nachweis über die Hochschulzugangsberechtigung; bei Zeugnissen, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erworben worden sind, auch der Anerkennungsbescheid der zuständigen Behörde
  5. Evtl. Bescheid über die Anrechnung von Zeiten oder Leistungen eines Auslandsstudiums oder eines im Inland betriebenen verwandten Studiums auf das Medizinstudium des Landesprüfungsamts
  6. Immatrikulationsbescheinigungen für jedes Semester
  7. Nachweis über die Ausbildung in Erster Hilfe
  8. Nachweis über die Ableistung des dreimonatigen Krankenpflegedienstes
  9. Transcript of Records inkl. Wahlfach (wird in aller Regel vom Studiendekanat direkt ans LPA übermittelt)

Cave: Original oder beglaubigte Kopien der Dokumente!

Formulare und Merkblätter findest du hier.

Bekomme ich gesagt, dass die Anmeldung eingegangen ist?

Leider nein, es gibt keine Statusrückmeldung.

Das LPA meldet sich per E-Mail, sollten Probleme mit den Unterlagen vorhanden sein. Also wenn diese unvollständig sind oder nicht das korrekte Dokument geschickt worden ist.

Auszug aus der Seite des LPA: “Die Online-Anmeldung gilt als Fristwahrung. Bitte sehen Sie daher von Anfragen ab, ob die Unterlagen eingegangen sind (gerade bei Übergabeeinschreiben mit Rückschein kommt es bei der Rücksendung des Rückscheins häufig zu zeitlichen Verzögerungen). Wir melden uns, sollte Ihr Antrag nicht eingegangen sein bzw. sollten die Unterlagen nicht vollständig sein. Bitte beachten Sie, dass es im elektronischen Postfach keine Statusrückmeldung gibt.”

Wie kann ich mich vom Physikum abmelden?

Das kann uns am Besten das LPA erklären:

“Nichtteilnahme/Rücktritt von der Prüfung:

Tritt ein Prüfling nach seiner Zulassung von einem Prüfungsabschnitt oder einem Prüfungsteil zurück, so hat er die Gründe für seinen Rücktritt unverzüglich der nach Landesrecht zuständigen Stelle (Landesprüfungsamt Baden-Württemberg für Medizin und Pharmazie) mitzuteilen. Genehmigt das Landesprüfungsamt Baden-Württemberg für Medizin und Pharmazie den Rücktritt, so gilt der Prüfungsabschnitt oder der Prüfungsteil als nicht unternommen. Die Genehmigung ist nur zu erteilen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Die nach Landesrecht zuständige Stelle kann im Falle einer Krankheit die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung auch durch einen von ihr benannten Arzt verlangen (§ 18 Abs. 1 ÄAppO).

Wird die Genehmigung für den Rücktritt nicht erteilt oder unterlässt es der Prüfling, die Gründe für seinen Rücktritt unverzüglich mitzuteilen, so gilt der Prüfungsabschnitt oder Prüfungsteil als nicht bestanden (§ 18 Abs. 2 ÄAppO).

Rücktritt vom schriftlichen und/oder mündlichen Prüfungsteil:

  • Bei Krankheit muss neben der unverzüglichen Mitteilung an das Landesprüfungsamt zusätzlich innerhalb von 3 Tagen ein ärztliches Attest vorgelegt werden, das auf einer Untersuchung beruhen muss, die am Tag der jeweiligen Prüfung erfolgt ist. Ausnahmen davon werden nur akzeptiert, wenn die Prüfungsunfähigkeit aufgrund ganz besonderer Umstände offenkundig ist (z. B. bei einem unaufschiebbaren stationären Krankenhausaufenthalt).
  • Bezieht sich der Rücktritt bzw. das Säumnis auf den schriftlichen und mündlichen Prüfungsteil, muss für beide Prüfungsteile jeweils innerhalb von 3 Tagen ein ärztliches Attest vorgelegt werden.”
Kann ich Teile der Prüfung erst später absolvieren?

Das ist nur in bestimmten, begründeten Fällen möglich. Die Einschätzung obliegt dem LPA.

“Tritt ein Prüfling nach seiner Zulassung von einem Prüfungsabschnitt oder einem Prüfungsteil zurück, so hat er die Gründe für seinen Rücktritt unverzüglich der nach Landesrecht zuständigen Stelle (Landesprüfungsamt Baden-Württemberg für Medizin und Pharmazie) mitzuteilen. Genehmigt das Landesprüfungsamt Baden-Württemberg für Medizin und Pharmazie den Rücktritt, so gilt der Prüfungsabschnitt oder der Prüfungsteil als nicht unternommen. Die Genehmigung ist nur zu erteilen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Die nach Landesrecht zuständige Stelle kann im Falle einer Krankheit die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung auch durch einen von ihr benannten Arzt verlangen (§ 18 Abs. 1 ÄAppO).

Wird die Genehmigung für den Rücktritt nicht erteilt oder unterlässt es der Prüfling, die Gründe für seinen Rücktritt unverzüglich mitzuteilen, so gilt der Prüfungsabschnitt oder Prüfungsteil als nicht bestanden (§ 18 Abs. 2 ÄAppO).”

Lohnt es sich, die Prüfung im Frühjahr zu schreiben?

Das kommt ganz auf dich an. Hier eine Liste mit ein paar Pro und Kontra, die uns eingefallen sind :):

Pro Contra
  • ein halbes Jahr länger zum Lernen
  • dritte Integ kann zum späteren Termin geschrieben werden
  • nur ca. fünf Tage zwischen schriftlicher und mündlicher Prüfung
  • nicht alle Kurse der Propädeutik (des fünften Semester) werden im Sommersemester angeboten (Studium verzögert sich sozusagen um ein Jahr)
Wie beantrage ich einen Nachteilsausgleich?

Die Person anschreiben, die zuständig ist für den ersten Abschnitt der Ärztliche Prüfung im Landesprüfungsamt. Dort sollten dann eingereicht werden:

  • Begründung für einen Nachteilsausgleich
  • Nachweise, warum ein Nachteilsausgleich gestellt wird (bspw. Legasthenie)
  • aussagekräftiges Attest
  • falls die Universität Heidelberg schonmal Nachteilsausgleiche gewährt hat, sich darüber eine Bescheinigung beim Sekretariat der Universität einholen und auch mit einreichen

Falls der Nachteilsausgleich gewährt wird, erhält man einen zusätzlichen Brief vom Landesprüfungsamt. Diesen muss man dann am Prüfungstag mitbringen und beim Einlass vorzeigen. Dort wird dann der Nachteilsausgleich umgesetzt.

Anmeldeunterlagen im Einzelnen

Geburtsurkunde o.ä. aus dem Ausland

(Wir werden im folgenden immer von Geburtsurkunde schreiben, aber damit sind auch Abstammungsurkunde und Auszug aus dem Familienbuch gemeint)

Wir können hier nur eine grobe Übersicht geben, denn wie dein Dokument anerkannt wird, ist abhängig von deinem Land und der derzeitigen Rechtslage. Frag in deinem Heimatland das dafür zuständige Amt oder im Auswärtigen Amt in Deutschland nach was für dein Land gilt. Bitte beachte, dass wir keine Expertinnen im Thema Justiz sind ;).

Je nachdem aus welchem Land du bist, hast du folgende Möglichkeiten:

  • Deine Geburtsurkunde wird in Deutschland anerkannt ohne, dass es vorher beglaubigt werden muss. Das gilt für folgende Länder: Belgien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Italien, Luxemburg, Österreich, Schweiz. Falls deine Geburtsurkunde mehrsprachig ist und zu den Vertragsstaaten des CIEC-Übereinkommens gehört, wird ebenfalls keine Beglaubigung benötigt. Welche Länder das sind siehst du hier.

  • Du lässt dir das Dokument bei einem vereidigenden/beeidigten Übersetzer*in übersetzen. Das entspricht einer Übersetzung und Beglaubigung in einem. Vereidigte Übersetzerinnen sind für die Übersetzung offizieller und amtlicher Dokumente qualifiziert und haben einen Eid bei einem Gericht oder einer Behörde geleistet. An jede beglaubigte Übersetzung heftet der*die Übersetzer*in eine Bescheinigung mit Unterschrift und Stempel. Somit bürgt der*die vereidigte Übersetzer*in für die Echtheit der Übersetzung. Die Behörden können somit davon ausgehen, dass das Originaldokument wortgetreu übersetzt wurde. Die Echtheit des Dokuments ist nun rechtlich verbindlich.

    Deine Suche nach vereidigten Übersetzer*innen könnte hier beginnen.

  • Du lässt dir das Dokument in deinem Heimatland beglaubigen über eine Apostille oder Legalisation. Die Legalisation ist eine Echtheitsbestätigung, welche aus einem langwierigen mehrstufigen Prozess mit Vorbeglaubigung und Endbeglaubigung besteht. Um das Verfahren zu vereinfachen wurde die Haager Apostille 1961 eingeführt. Dafür wird das Dokument mit einem international anerkannten Stempel versehen. Hier findest du die Länder, welche am Haager-Apostille-Übereinkommen teilnehmen.

Frag immer in den zuständigen Behörden nach, wir können keine Garantie für die Richtigkeit dieser Angaben geben. 🙂

Seite des Auswärtigen Amtes zum Internationalen Urkundenverkehr

FAQs zu Internationalem Urkundenverkehr

Immatrikulationsbescheinigung

Du findest alle im LSF (falls du das noch nicht wusstest ;)):

“Anmelden” → Anmeldedaten eingeben → “Studiumsverwaltung” → “Hilfetext” ignorieren und runterscrollen → “Bescheinigung für alle Semester” → Mission complete 

Erste-Hilfe-Kurs

Es gilt: Der Lehrgang muss mindestens 9 Unterrichtseinheiten umfassen und muss durch Vorlage einer Bescheinigung nachgewiesen werden.

Nachweise sind unbegrenzt gültig, d.h. ein vor längerer Zeit absolvierter Lehrgang muss nicht wiederholt werden.

Beachte: Nachweise zur Ausbildung rettungsgebender Maßnahmen nach § 8 StVZO, den viele für ihre Führerscheinprüfung abgelegt haben, ist NICHT gleichwertig

Als Nachweise über die Ausbildung in Erster Hilfe gilt insbesondere:

  • Bescheinigung des Arbeiter-Samariter-Bundes Deutschland e.V., des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter-Unfall-Hilfe oder des Malteser-Hilfsdienstes e.V.
  • Zeugnis über eine abgeschlossene Ausbildung in einem bundesgesetzlich geregelten Beruf im Gesundheitswesen, sofern die Ausbildung in Erster Hilfe in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung vorgeschrieben ist und Gegenstand der Ausbildung war
  • Bescheinigung über die Ausbildung als Schwesternhelferin oder Pflegediensthelfer oder über eine Sanitätsausbildung
  • Bescheinigung eines Trägers der öffentlichen Verwaltung, insbesondere der Bundeswehr, der Polizei oder des Bundesgrenzschutzes über die Ausbildung in Erster Hilfe
  • Bescheinigung einer nicht in den Nummern 1 bis 4 genannten Stelle über die Ausbildung in Erster Hilfe, wenn die Eignung dieser Stelle für eine solche Ausbildung von der nach Landesrecht zuständigen Stelle anerkannt worden ist
    Wo kann ich einen Erste-Hilfe-Kurs an der Universität machen?

    Die Notfallinitiative ist eine studentische Organisation, welche jedes Semester Erste-Hilfe-Kurse speziell für Medizinstudierende im vorklinischen Abschnitt anbietet.

    Neben den Basics für den Alltag wird auch an die Grundlagen der professionellen notfallmedizinischen Versorgung herangeführt und Bezug zu dem, was du bereits im Studium gelernt hast, hergestellt. Außerdem wird viel praktisch in Fallbeispielen geübt. Der Kurs dauert neun Stunden (inklusive einer Stunde Pause) und beinhaltet neben den von der BG geforderten Inhalten viel praktisches Training und grundlegende professionelle notfallmedizinische Versorgung. Die Vorträge und Übungen werden von einem Tutor*innenteam der Notfallinitiative gehalten, das für die Durchführung der Erste-Hilfe-Kurse spezifisch fachlich und didaktisch geschult wurde.

    Der Kurs wird vom LPA und anderen offiziellen Einrichtungen wie der Führerscheinstelle anerkannt.

    Kursdauer: 09:00 bis 18:00 Uhr

    Maximalteilnehmerzahl: 20

    Kursgebühr: 15 € pro Person, zu zahlen bis 14 Tage vor Kursbeginn per Überweisung!

    Anmeldeseite auf Moodle

    Homepage der Notfallinitiative

    Informationen zum Erste-Hilfe-Kurs der Notfallinitiative

    Pflegepraktikum
    • Das Krankenpflegepraktikum muss auf der Bettenstation (mindestens 30 Betten) eines Krankenhauses bzw. einer Klinik oder einer Rehabilitationseinrichtung mit vergleichbarem Pflegeaufwand abgeleistet werden.
    • Die Dauer beträgt 90 Tage, welche in maximal 3 Abschnitte von jeweils 30 Tagen aufgeteilt werden können (z.B. 60+30 oder 30+30+30). Wochenenden und Feiertage werden mitgezählt.
    • Der Krankenpflegedienst muss während der unterrichtsfreien Zeit oder vor dem Beginn des Studiums (aber nach der Hochschulreife) abgeleistet werden.
    • Für die Bestätigung wird das Formblatt des LPAs ausgefüllt. Dieses muss von der Pflegedienstleitung der Bettenstation unterschrieben und mit dem Klinikstempel versehen sein und darf keine Korrekturen (z.B. durch “Tipp-Ex”) vorweisen. Es darf erst nach Abschluss des Krankenpflegedienstes ausgestellt werden bzw. am letzten Arbeitstag. Das Ausstellungsdatum des Zertifikats darf nicht vor dem letzten Arbeitstag sein!
    Wie kann ich das Pflegepraktikum vor offiziellem Anmeldestart anrechnen lassen?

    Hierzu füllst du dieses Dokument aus.

    Du schickst den Antrag zusammen mit den entsprechenden Nachweisen, der Immatrikulationsbescheinigung deines aktuellen Semesters, deiner Geburtsurkunde und dem Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung zur Anerkennungsstelle für Gesundheitsberufe:

    Regierungspräsidium Stuttgart

    Landesprüfungsamt und Anerkennungsstelle für Gesundheitsberufe

    Postfach 80 07 09

    70507 Stuttgart

    Ich habe ein FSJ/Bufdi/Ausbildung o.ä. absolviert. Wie kann das angerechnet werden?

    Angerechnet werden:

    • FSJ/Bufdi auf der Bettenstation eines Krankenhauses: 90 Tage
    • FSJ/Bufdi in einem Altenpflegeheim / Behindertenheim (mind. 6 Monate): 30 Tage
    • Berufsausbildung zur Hebamme, zum Entbindungspfleger, in der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege oder Krankenpflegehilfe, Altenpflege und Altenpflegehilfe: 90 Tage
    • Berufsausbildung Medizinisch-Technische Assistentin: 42 Tage
    • Berufsausbildung Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegehelfer: 60 Tage / 30 Tage
    • Berufsausbildung Rettungsassistent bzw. Notfallsanitäter: 90 Tage
    • Sanitätsbereich der Bundeswehr oder vergleichbare Einrichtung: 90 Tage

    Welche Dokumente für die Anrechnung benötigt werden, kannst du hier nachlesen. Fülle den Antrag auf Anrechnung von krankenpflegerischen Tätigkeiten auf den Krankenpflegedienst aus und schicke ihn an die Anerkennungsstelle für Gesundheitsberufe. 

    Was gilt, wenn ich das Pflegepraktikum im Ausland gemacht habe?

    Das Pflegepraktikum kann angerechnet werden, wenn der Einsatz auf einer Bettenstation (mindestens 30 Betten) erfolgt und dieselben Bedingungen wie der Krankenpflegedienst in Deutschland erfüllt.

    Lasse dir am besten das Certificate on patient care training auf Englisch ausfüllen, in dem deine Tätigkeiten während des Einsatzes aufgelistet werden.

    Wenn du ein Zeugnis für den Pflegedienst in der Landessprache hast, muss dieses durch einen Dolmetscherin übersetzt werden. Auf dem Zeugnis muss die Einsatzdauer sowie eine detaillierte Beschreibung der ausgeübten Tätigkeiten aufgelistet sein.

    Fülle den Antrag auf Anrechnung von krankenpflegerischen Tätigkeiten auf den Krankenpflegedienst aus und schick ihn an die Anerkennungsstelle für Gesundheitsberufe. Am besten so früh wie möglich, also sobald du alle Nachweise hast, ans LPA schreiben. Ansprechpartnerin für Heidelberg ist Iris Reiter, Telefon 0711 904-39204, E-Mail iris.reiter@rps.bwl.de Die Bearbeitung kann durchaus auch mal 4-5 Monate dauern.

    Was gilt, wenn ich das Pflegepraktikum in der Psychiatrie oder in einer Reha-Einrichtung gemacht habe?
    • Psychiatrische/psychosomatische Abteilungen/Kliniken: Der Krankenpflegedienst auf Akutstationen von psychiatrischen/psychosomatischen Kliniken wird anerkannt. Bei Tätigkeiten in anderen Bereichen wird der Krankenpflegedienst nur zu 50 % anerkannt (max. 45 Tage), es sei denn, die Klinik bestätigt, dass während des Krankenpflegedienstes überwiegend Tätigkeiten der Grundpflege ausgeübt wurden.
    • Reha-Kliniken: Der Krankenpflegedienst in Reha-Kliniken wird mit 90 Tagen anerkannt, wenn die Reha-Klinik bestätigt, dass während des Krankenpflegedienstes überwiegend Tätigkeiten mit vergleichbarem Pflegeaufwand wie in einem Krankenhaus ausgeübt wurden.
    Transcript of records

    “Das 4. Semester ist noch gar nicht zu Ende, wir haben doch noch nicht alle Scheine!” ist vermutlich der häufigste Satz nach “Oh stimmt, ich muss mich ja noch anmelden”.

    Aber keine Sorge, unser Studiendekanat übermittelt das Transcript of Records, sodass wir uns wenigstens nicht darum kümmern müssen (Ja, du musst dafür nichts einreichen). Yeah!!!

    Studiendekanat: “Nach Bestehen der Integrierten Klausur des 4. Fachsemesters sollte die Leistungsübersicht vollständig sein. Bitte überprüfen Sie, ob alle Leistungen, auch das Wahlfach, „Berufsfelderkundung“ und „Einführung in die klinische Medizin“, vollständig eingetragen sind. Die Leistungen werden elektronisch von uns ans LPA übermittelt.”

    Wahlfach

    Studiendekanat: “Das vorklinische Wahlfach wird in der Regel durch die Studierenden bitte mit Titel und Note selbst in SignUp eingetragen; schicken Sie außerdem einen Scan der Bescheinigung an: Antonina.Eliseeva@med.uni-heidelberg.de, damit das Wahlfach validiert wird.“

    Eine Bescheinigung erhälst du von den Dozent*innen deines Wahlfaches. Im Normalfall bekommt man diese automatisch. Solltest du keine bekommen haben (z.B. weil es kein medizinischen Wahlfach war) dann schreib deine Dozent*innen an, damit sie die Bescheinigung ausfüllen.

    Einladung zur Prüfung

    Die Einladung zur Prüfung mit allen Details zu Ort und Zeitpunkt sowohl des schriftlichen als auch des mündlichen Teils erhältst du spätestens 1 Woche vor der schriftlichen Prüfung, meist eher so 2 Wochen davor.

    Sie wird in der Regel im elektronischen Postfach auf “Medizin Online” bereitgestellt, aber eigentlich solltest du auch eine Email bekommen, wenn ein neuer Bescheid im elektronischen Postfach eingeht. In der Vergangenheit kam es allerdings auch vor, dass die Einladung nicht bei allen Personen gleichzeitig im Postfach erschien oder sogar nur per Post und nicht elektronisch zugestellt wurde – also am besten nicht sofort panisch das LPA anrufen, wenn deine Kommiliton*innen schon Bescheid bekommen haben und du nicht, sondern vielleicht noch den nächsten Tag abwarten. 😉

    Die Einladung muss ausgedruckt und zu schriftlicher sowie mündlicher Prüfung mitgeführt werden.

     

    Lernpläne/Lernmöglichkeiten

    Es gibt natürlich sehr viele verschiedene Möglichkeiten, sich für das Physikum vorzubereiten und du machst das vielleicht anders, als deine Kommiliton*innen. Wir wollen dir hier einen Überblick über verschiedene Lernmaterialien geben, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

    Alle Lernpläne beinhalten jeden Tag Module zum Lernen und zum Kreuzen, oft nach einem System, bei dem man immer die Lerninhalte vom vorherigen Tag oder den vorherigen Tagen kreuzt, sodass direkt ein kleiner Wiederholungseffekt entsteht und die Inhalte nicht nur im Kurzzeitgedächtnis landen.

    Falls dich interessiert, wie wir gelernt haben, kannst du gerne die Erfahrungsberichte auf der nächsten Seite lesen.

    Via Medici (zum Lernen) und examenonline (zum kreuzen) von Thieme
    • eher fächerbasiert
    • 40-Tage-Lernplan (davon 30 lernen, 10 kreuzen) oder 60-Tage-Lernplan (davon 50 lernen, 10 kreuzen)
    • Kosten pro Monat: nur Lernmodule: 17€, nur kreuzen: 12€, lernen+kreuzen: 22€
    Endspurtskripte von Thieme
    • fächerbasiert: je 1 Heft zu Biologie, Chemie, Histologie, Psych/Soz, Physik und je 3 Hefte zu Anatomie, Biochemie und Physiologie
    • Unterteilung in ca. 70 Lernpakete, zu jedem Lernpaket gibt es Fragen auf examenonline (siehe oben, da empfiehlt sich dann das nur-kreuzen-Abo); es gibt aber keinen spezifischen Lernplan dazu und die Lernpakete passen leider nicht 100% mit dem Via Medici Lernplan zusammen
    • Kosten: 5. Auflage momentan 263€ neu inkl. 3 Monate via medici lernen und kreuzen
    • cave: Fehler können in den Skripten vorkommen, es gibt aber online ein Erratum, wo viele Fehler korrigiert werden
    Amboss
    • eher organbasiert
    • 36-Tage-Lernplan oder 50-Tage-Lernplan, beinhalten jeweils aufeinander abgestimmte Lern- und Kreuzeinheiten
    • Kosten: mit Heidelberger Campus Lizenz alle Lernmodule + 500 Fragen im Monat kostenlos, zusätzlich Vielkreuzer Update 29€ für 1 Monat, 69€ für 3 Monat
    • Ende Mai gab es letztes Jahr (2022) das Vielkreuzer-Upgrade mit 50€ für 3 Monate
    Medilearn Skripte
    • Kombilernplan mit Kreuzen über Amboss
    • 4. überarbeitete Auflage momentan 200€
    Repetitorien der Uni

    Unabhängig davon gibt es, wie du es von den Integrierten kennst, auch Repetitorien fürs Physikum.

    Folge dafür HVR und STARK auf Facebook/Instagram oder schau auf Moodle, da bekommst du alle Termine rechtzeitig mit.

    Meditricks
    • kreative Merkhilfen in Form von Bildern und erklärt in Videos für Biochemie, Physiologie und Anatomie
    • 96€ für 1 Jahr, 57€ für 6 Monate

    Schriftliches Physikum

    Das schriftliche Physikum ist Teil des Ersten Abschnittes der Ärztlichen Prüfung (= erstes Staatsexamen, M1). Es besteht aus einer zweitägigen Prüfung mit insgesamt 320 Multiple-Choice-Fragen. Die Bestehensgrenze liegt ungefähr bei 60% bzw. 108 richtig beantworteten Fragen. (genaueres zur Bestehensgrenze hier)

    Ablauf der Prüfung

    Das schriftliche Physikum ist die erste der beiden Prüfungen und findet an zwei aufeinanderfolgenden Vormittagen in großen Hallen in Mannheim und Hockenheim statt. (Dein Standort wird dir bei der Einladung mitgeteilt.)

    An den zwei Tagen des Physikums wird es einen Einlass geben, für den du folgende Dokumente brauchst: Einladung + Personalausweis oder anderes Ausweisdokument. 

    Du hast an jedem Prüfungstag 4 Stunden Zeit, um 160 Fragen zu beantworten. Es gibt ein Heft mit allen Fragen + ein zusätzliches Heft für Bildmaterial am zweiten Tag. Die Antworten werden mit einem Bleistift (nur Härtegrade HB, B oder 2B sind zulässig) auf dem Antwortbogen markiert. Zum Radieren sollen nur Plastikradierer verwendet werden (aka ganz normale Radierer…). Du darfst alle Unterlagen bis auf den Antwortzettel mit nach Hause nehmen.

    Die Fächer, die im schriftlichen Physikum geprüft werden, sind aufgeschlüsselt nach Tag und Anzahl an Fragen folgende:

    Tag 1: Chemie + Biochemie 80 Fragen / Physik + Physiologie 80 Fragen

    Tag 2: Anatomie + Histologie + Biologie 100 Fragen / Medizinische Psychologie + Medizinische Soziologie 60 Fragen

    Alle Fragen sind nach dem bekannten Multiple-Choice-Format mit je einer richtigen Antwort formuliert.

    Du hast einen fest zugewiesenen Sitzplatz, auf dem du Stifte und andere Utensilien, Trinken und Essen verteilen darfst. Achtung: man darf keine Markierungsstifte, Kugelschreiber oder andere Stifte verwenden, die keine Bleistifte in den Härten HB, B oder 2B sind :D. Dein Sitzplatz hat eine Nummer, die du bei jedem Toilettenbesuch bei einer Aufsicht abgibst und danach wieder abholst.

    Du darfst deinen Antwortbogen vor Ablauf der Zeit abgeben und musst dann die Halle und das Gelände verlassen, damit deine Kommiliton*innen noch die Toilette aufsuchen dürfen. Dein Aufgabenheft darfst du allerdings erst nach Ende der Prüfung abholen. Eventuell gibt es auch die Möglichkeit, beide Hefte am Ende des zweiten Tages gesammelt mitzunehmen.

    Damit du dir ein genaueres Bild machen kannst hier einen Muster-Antwortbogen und praktische Hinweise des IMPPs. Auch auf Amboss gibt es Informationen dazu. 

    Ergebnisse

    Du darfst dein Heft mit deinen Antworten mitnehmen, es gibt von Medi-Learn/Thieme/Amboss eine Webseite, wo du deine Ergebnisse eintragen und mit allen anderen, die in Deutschland Physikum geschrieben haben, vergleichen kannst, um noch am gleichen Tag eine erste Schätzung zu bekommen. Etwas später im Laufe des Tages/der Tage kommen auch noch “Expert*innen”-Antworten von Dozierenden, um das Ergebnis etwas besser zu schätzen. Dafür brauchst du ein kostenloses Konto bei MEDI-Learn. Hier findest du weitere Informationen dazu.

    Mündliches Physikum

    Das mündliche Physikum ist Teil des Ersten Abschnittes der Ärztlichen Prüfung ( = erstes Staatsexamen, M1) und besteht aus einer jeweils 15-20 minütigen Prüfung bei Dozierenden der Uni Heidelberg in den Fächern Anatomie/Histologie, Biochemie und Physiologie. Bestehensgrenze ist dabei die Note 4.

    Wann und wie bekomme ich meine PrüferInnen für die mündliche Prüfung gesagt?

    14 Tage vor der Prüfung wird auf Moodle täglich eine neue Liste veröffentlicht mit den Prüfer und den Raum in dem man geprüft wird.

    Tipp 1: Nachdem die Einladungen angekommen sind, könnt ihr im Semester auch eine Drive-Excel-Tabelle erstellen, in der ihr euch mit euren Prüfungsdaten eintragt. So kannst du dich schonmal mit deiner Prüfungsgruppe treffen.

    Tipp 2: Bestimmt hast du nette Kommilitoninnen, welche über Whatsapp informieren, sobald die Listen draußen sind. Meist werden für jede Prüfungsgruppe ebenfalls auf WhatsApp von dir oder deinen Kommiliton*innen Gruppen erstellt, in denen sich die Prüfungsgruppe austauschen kann.

    Gedächtnisprotokolle

    So wie du fürs schriftliche Physikum alte Examina des impp kreuzt, kannst du dir beim mündlichen Physikum die Gedächtnisprotokolle deiner Kommiliton*innen zu Nutze machen. Diese werden auf FSMED-Berichte gesammelt und können unter Nutzung deiner Uni-ID eingesehen werden. Cave: die Seite sieht momentan noch etwas rustikal aus, wir arbeiten aber mit Hochtouren an einem Update 😉

    Die Protokolle sind für die Vorbereitung extrem hilfreich und wir raten dir, auf jeden Fall mal einen Blick darauf zu werfen. Deswegen ist es genauso wichtig, dass du direkt nach deiner Prüfung, wenn dein Gedächtnis noch frisch ist, deine Prüfungsthemen festhältst. Nur so kann dieses System nachhaltig funktionieren und die nachfolgenden Studierenden werden dir danken! (Tipp: hierfür bietet sich z.B. eine schnelle Sprachnachricht am Prüfungstag an, die im Nachgang verschriftlicht werden kann.)

    Ganz wichtig: auch wenn die Existenz der Gedächtnisprotolle natürlich ein offenes Geheimnis ist, bitten wir dich darum, die Protokolle nur für dich und deine Kommiliton*innen zu nutzen und Dozierenden gegenüber nicht zu erwähnen.

    Vor der Prüfung

    Das mündliche Physikum findet nach dem schriftlichen Physikum statt. Die Prüftermine im Frühling sind i.d.R. über 2-3 Tage verteilt und relativ bald nach dem Schriftlichen. Im Herbst liegen sie verteilt über 2 Wochen im September, zwischen schriftlichem und mündlichem Physikum liegen also ca. 2 Wochen Pause.

    Für 2023 sind voraussichtlich folgende Zeiträume festgelegt: Herbst: 06.09.-20.09.2023

    Du bekommst deinen individuellen Termin mit der Zusage zum schriftlichen Physikum mitgeteilt. Welche Dozierende Teil deiner Prüfkommission sind, erfährst du 14 Tage vor dem Termin. Achtung: Du bekommst keine Mail oder anderweitige Benachrichtigung, die Zusammensetzung der Prüfkommissionen werden jeden Tag auf Moodle veröffentlicht.

    Das Institut für Anatomie bietet oft Termine zum freien Mikroskopieren, die in den Tagen nach dem schriftlichen Physikum bekannt gegeben werden. Das freie Mikroskopieren erfolgt im Selbststudium, d.h. neben einer Aufsicht ist niemand da, um Fragen zu beantworten oder Dinge zu erklären.

    Wenn bei dir als Prüfort der Präpsaal angegeben ist, bedeutet das nicht, dass du an einem*einer Körperspender*in geprüft wirst. Man wird voraussichtlich nicht an einem Körperspender geprüft. Aber es kann sein, dass dein*e Prüfer*in dich an dem Plastinat im unteren Präpsaal prüft.

    Ablauf der Prüfung

    Am Tag der Prüfung triffst Du Dich mit maximal 3 anderen Prüflingen in einem Seminarraum. Die Prüfung dauert insgesamt ca. 4 Stunden. Jedes der drei Fächer Anatomie/Histologie, Biochemie und Physiologie prüft jeden Prüfling für 15-20 Minuten. Dazu kommt in jedem Fach noch eine Vorbereitungszeit, in der du auch 15 Minuten Zeit hast, um eine “praktische Aufgabe” zu erledigen. Diese Vorbereitung machst du, während jemand anderes geprüft wird. Ohrstöpsel können benutzt werden und sind sehr zu empfehlen.

    In der Anatomie/Histologie bereitest Du hierfür ein oder mehrere Präparate und ggf. EM-Bilder vor (abhängig von dem*der Prüfenden), die du danach vorstellst. Hierfür ist es gut, wenn du weißt, wie man im ToupView (dem PC-Programm) Fotos machen kann.

    In der Biochemie bekommst du einen Aufgabenzettel, der sich mit Inhalten der Praktika befasst. Du bekommst dafür eventuell auch einen Taschenrechner (je nach Prüfenden). Danach wird das Aufgabenblatt überprüft oder kann auch als ein Einstieg in die Prüfung dienen.

    In der Physiologie gibt es ein Arbeitsblatt mit mehreren Aufgaben zu einem Thema, unter anderem wird auch erwartet, dass du Diagramme selbst zeichnen oder beschriften kannst.

    Die Prüfung läuft folgendermaßen ab: Am Anfang gibt es 15 Minuten Zeit, in der jeder Prüfling die “praktische” Aufgabe aus dem Fach bekommt, in dem er*sie zuerst geprüft wird. (In unserem Beispiel bekommen Prüfling A und D eine Aufgabe aus der Biochemie, Prüfling B aus der Physiologie und Prüfling C aus der Anatomie). 

    Dann geht die eigentliche Prüfung los. Prüfling A fängt an und wird z.B. in Biochemie geprüft, währenddessen bereitet sich Prüfling B auf Physiologie vor. Dann wird Prüfling B in Physiologie geprüft während Prüfling C sich auf Anatomie vorbereitet. Als nächstes wird Prüfling C in Anatomie geprüft, während Prüfling D sich auf Biochemie vorbereitet und so weiter. Das heißt – vorausgesetzt, alle 4 Prüflinge sind erschienen – hast du nach deiner Prüfung immer 2 “Slots” Pause, bevor du wieder mit der Vorbereitung fürs nächste Fach beginnst.

    Nachdem alle ihre Prüfungen in den 3 Fächern beendet haben, werdet ihr rausgebeten, damit sich die Prüfungskommission besprechen und die Noten festlegen kann. Das dauert meist ca. 5-15 Minuten. Danach bekommt ihr alle eure Gesamtnote mitgeteilt, je nach Prüfkommission können auch die Teilnoten der einzelnen Fächer erfragt werden.

    Mehr dazu erfahrt ihr auch bei der Infoveranstaltung von uns zum Mündlichen Physikum, die nach dem Schriftlichen Physikum stattfinden wird. Wir informieren euch darüber frühzeitig.

     

    Offizielle Ergebnisse

    Das offizielle Ergebnis kommt mit dem Zeugnis und den original zugesandten Dokumenten (Geburtsurkunde, Zeugnis, usw.) in den Wochen bis Monaten nach dem mündlichen Physikum. Wenn dich interessiert (zum Beispiel für ein Stipendium), welchen Rang du erreicht hast, kannst du dies bei den vorläufigen Ergebnissen von medi-learn oder später in den offiziellen Examensstatistiken des IMPPs nachschlagen.

    Was passiert, wenn ich durchgefallen bin?

    Falls du durch mindestens einen Teil des Physikums durchgefallen bist, wirst du von den Kursen des folgenden Semesters abgemeldet bzw. kannst dich für keine Kurse im klinischen Abschnitt anmelden. Zusätzlich erhältst du statt dem Zeugnis einen Brief vom LPA, der dir mitteilt, dass du das Physikum nicht bestanden hast.

    Du kannst dich dann für den nächsten Versuch innerhalb der für alle geltenden Fristen anmelden. Dabei reicht die Online-Anmeldung, dem LPA liegen ja noch deine anderen Daten vor. Sobald du dann das Physikum bestanden hast, kannst du dich für die Kurse im dann folgenden Semester wieder über die bekannten Wege anmelden.

    Ganz wichtig: Wenn du den einen Teil des Physikums (schriftlich oder mündlich) bestanden hast, musst du diesen nicht nachholen! (sondern nur den Teil, den du nicht bestanden hast) Somit kannst du dir beispielsweise bei einem schlechten Gefühl im schriftlichen Physikum trotzdem noch überlegen, dich im mündlichen Physikum zu versuchen.

    Anmeldung zum fünften Semester

    Die Anmeldung für den Propädeutischen Block beginnt im September nach der mündlichen Prüfung. Du entscheidest dich für eine Rotationsgruppe (die Fächer sind gleich aber die Reihenfolge unterschiedlich).

    Wenn du mit Freund*innen in die gleiche Rotation willst, so kannst du einen Gruppennamen überlegen und bei der Anmeldung angeben.

    Man kann sich auch bereits im Mai für das vorgezogene Blockpraktikum im Propädeutischen Block anmelden. Das fünfte Semester fängt hier bereits in der ersten Oktoberwoche an (nicht in der dritten). Dafür hat man während des Semesters zwei Wochen Herbstferien oder vier Wochen Weihnachtsferien.

    Die endgültige Einteilung erfolgt bis Ende September. Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Physikum und alles Gute in der Klinik!

    Wir freuen uns sehr über dein Feedback, was man an der Webseite und den Informationsveranstaltungen noch verbessern kann. Außerdem würden wir – und vor allem die Vierties nach dir – uns sehr über einen Erfahrungsbericht und ein Gedächtnisprotokoll auf Famos freuen. Erfahrungsberichte und Evaluationen kannst du uns an unsere Mail-Adresse (physikumsinfo@fsmed-hd.de) schicken und die Gedächtnisprotokolle an fsrat@fsmed-hd.de. Vielen Dank für die Mithilfe, viel Erfolg im Physikum und ganz viel Freude im klinischen Abschnitt! #nurLiebe

    Dein Physikumsinfoteam 😊

    Anna, Johanna, Letti und Lisa

    Erfahrungsberichte

    Hier findest du einige Erfahrungsberichte, in denen wir unter anderem erzählen, wie wir gelernt haben und was uns besonders durch die Lernzeit geholfen hat.

    Cave: das sind keine Musterlösungen, du musst einfach den passenden Weg für dich persönlich finden!

    "Erstellt einen individuellen Lernplan nach euren Stärken und Schwächen."

    Ich habe mein Physikum im Sommer 2022 geschrieben. Gelernt habe ich mit den Endspurtskripten und parallel mit via medici gekreuzt. Ich fand die Endspurtskripten sehr angenehm, da ich gerne ein Buch in der Hand habe. Den Lernplan habe ich mir mit einer Kommilitonin selbst zusammengestellt, da z.B. die Anatomie Pakete sehr lang waren und wir diese lieber auf zwei Tage aufgeteilt haben. Ich finde es gibt keinen perfekten Lernplan. Vergleicht die Lernpläne und erstellt euch, je nachdem wo eure Stärken liegen, einen individuellen Plan. Empfehlen kann ich die Meditricks – vor allem den Biochemiestoff konnte ich mir dadurch viel besser merken. Wir haben die Meditricks teilweilweise schon während des 4. Semesters gemacht, um schon ein wenig Biochemie abzuhaken. Des Weiteren würde ich euch empfehlen schon während des 4. Semesters oder der Vorbereitung auf das Schriftliche die wichtigen Strukturformeln einzuüben – hilft beim Verständnis der Biochemie und schenkt euch ein wenig Zeit während der Vorbereitung auf das Mündliche. Generell kann ich euch empfehlen, die Lerntage nicht zu voll zu packen, konzentriert euch wirklich auf das Verständnis und baut genug Wiederholungen und Pausen ein, dann bleibt das Wissen auch länger.

    Was ich anders gemacht hätte:

    Ich hätte mit den Endspurtskripten gelernt und mit Amboss gekreuzt, anstatt mit via medici. Die Fragen in via medici waren meist direkt auf den Lerntag aufbauend und auch oft im selben Wortlaut formuliert, sodass mein Lernerfolg nicht merklich besser war. Zudem habe ich bemerkt, dass es sehr wichtig ist mit einem frischen Kopf in die Klausur zu starten. Am Tag vor den Schriftlichen habe ich nicht mehr gelernt, sondern mir einen Tag Pause eingeplant und bin sehr froh darüber. Vor dem Mündlichen habe ich das nicht gemacht, sondern wollte noch so viel Stoff wiederholen wie nur möglich und konnte deshalb die ganze Nacht davor nicht schlafen. Also kann ich euch wirklich nur ans Herz legen, euch vor den Klausuren den ganzen Tag oder zumindest den Nachmittag freizunehmen. Ein ausgeruhter Kopf ist wichtiger als noch einmal alle Histopräparate zu wiederholen!

    Mental health:

    Das Physikum wirkt unbezwingbar, wenn man es noch vor sich hat und ich will es nicht runterspielen, da es streckenweise wirklich sehr belastend war… aber es geht vorbei! Wichtig war es für mich v.a., dass ich mich mit FreundInnen ausgesprochen habe. Ich habe meist in der UB gelernt und hatte dort meine FreundInnen mit denen ich mich zu einer bestimmten Zeit verabredet hatte und man zusammen Mittagessen und Abendessen konnte. Dadurch hat man ein Gemeinschaftsgefühl und kann auch über seine Sorgen sprechen. Wichtig finde ich, dass ihr euch nicht verrückt macht. Es gibt Tage an denen man den Lernplan nicht schafft und das ist vollkommen ok, es gibt auch Tage an denen euer Kopf einfach nicht so aufnahmefähig ist… das ist auch normal und vollkommen ok. Wenn ihr bemerkt, dass ihr mal eine Pause braucht, dann gönnt sie euch! Ihr habt die letzten zwei Jahre Vorklinik gemeistert, dann schafft ihr das Physikum auch. Ich hatte in der Zeit auch persönlich sehr viel um die Ohren und habe das Physikum trotzdem sehr gut bestanden, macht euch also nicht zu viel Sorgen, wenn einmal was nicht klappt, irgendwie schafft ihr das schon! Viel Erfolg und gutes Durchhalten! (:

    "Meine fünf Tipps fürs Physikum"

    Ich habe das Physikum in Mannheim geschrieben, aber mit den allgemeinen Materialien gelernt. Da ich nicht so viel Zeit zur Verfügung hatte, habe ich nur den kürzeren 40 Tage Plan auf ViaMedici machen können. Das fand ich zeitlich aber ausreichend. An dieser Stelle möchte ich ViaMedici explizit für das Physikum empfehlen: Während Amboss wohl 100% für ein gutes Ergebnis reicht, fand ich das Programm bei VM einfach ausführlicher und intensiver. Dadurch, dass die Tage auch zeitlich durchgeplant sind, wird einem viel Arbeit abgenommen. Ich habe von einigen gehört, die einen eigenen Plan konzipiert haben, ich war mit dem vorgefertigten völlig zufrieden.

    Ich habe eine 1,0 im Physikum angestrebt und auch bekommen – dank einigen Tricks sogar ziemlich entspannt.

    Organisiert eure Pausentage im Voraus – wenn möglich mindestens einer pro Woche, vielleicht noch 2 Tage Puffer am Ende. Das hilft beim Überleben der harten Zeit!

    Wenn möglich, macht das AnkiPhil Deck von Amboss, wenn ihr gewöhnt seid, mit Anki zu lernen. Je früher man anfängt, desto besser – dann wird es immer entspannter gegen Ende. Wenn ihr nicht alle Stapel machen wollt, empfehle ich den Anatomie-Teil. Am Ende hat das mir am meisten geholfen, das gelernte zu behalten

    1. Habt einen festen Tagesablauf. Wechselt Stress mit Spaß ab und habt ein Ziel, auf das ihr euch freuen könnt. Ich bin eher der Morgenmensch und habe deshalb früh begonnen (und konnte früh wieder aufhören). Ich habe zum Anfang bisschen Yoga gemacht, dann Mittags nach den Lektionen bisschen Sport und zum Abschluss nach dem Kreuzen Freunde getroffen und auch regelmäßig gefeiert!
    2. Versucht die 25-5 Pomodoro Methode, mit 25 min Arbeit und 5 min Pause zum Dehnen, aufräumen, was trinken etc. Nachdem ich länger als 25 Minuten gelesen hab, war die Motivation eh futsch – die 5 Minuten Pause sind ein kleines Ziel, auf das man sich freuen kann.
    3. Fahrt weg. Ich konnte nicht die ganze Zeit in Mannheim verbringen und bin deshalb mal nach Hause gefahren. Allgemein fand ich einen Ortswechsel beim Lernen immer recht cool – mal in der Bib, mal im Café und manchmal einfach zuhause. Hauptsache es wurde nicht langweilig.
    4. Profi-Tip für Leute die nicht gut in Physik waren wie ich: Kreuzen kreuzen kreuzen. Ich habe die Texte kaum gelesen und einfach die Formeln überflogen. Paar facts kamen noch in dem AnkiPhil deck, aber wenn man einfach an den Physiktagen viele Fragen kreuzen kann, ist man wirklich gut vorbereitet, ohne etwas verstanden haben zu müssen.
    5. Last Minute Tip: Wenn die Zeit knapp wird – an den letzten Tagen wird nur gekreuzt. Wenn man noch Tage freiräumen muss, kann man definitiv mehrere Kreuztage zusammenlegen. Hat mir am Ende drei extra Pausentage beschert.

    Insgesamt fand ich die Zeit wirklich gar nicht so schlimm. Ich habe die Schwierigkeit und die Anstrengung auf jeden Fall überschätzt. Wenn man einen Plan hat, zeitig anfängt und möglichst effektiv lernt, macht man sich vieles um einiges einfacher. Für mich war damit die Zeit vor dem Physikum entspannter als die normale Vorlesungszeit!

    Abschließend möchte ich euch viel Erfolg wünschen, ihr habt bereits die besten Voraussetzungen, nicht nur zu bestehen, sondern auch eine außerordentliche Leistung zu erbringen!

    "Im Lernen von eigenen Interessen leiten lassen"

    Lernmittel:

    • Amboss Turbo-Lernplan (30 Tage)
    • Eigene Anki-Karten der Vorklinik
    • Anatomie-Atlas Netter + Prometheus

    Zeitraum:

    • Lernbeginn: 4. Juli
    • Physikum: 23.-24.08. + 07.09.

    Zielnote: keine

    Endnote: 2 (schriftlich) / 2 (mündlich)

    Für Rückfragen: jan@janscholtyssek.dk

    Ich war nach der letzten Integrierten für eine Woche auf Reisen und habe dort entspannt. Danach habe ich mich an den Amboss-Lernplan Turbo (30 Tage) gehalten und dort täglich die Themen durchgelesen und die Fragen gekreuzt für die Themen von vor 1-2 Tagen (um 2-3 Tage Abstand zwischen Lernen und Kreuzen zu haben). Ich habe selten alle Fragen gekreuzt, typischerweise 80-100 / Tag. Einen Monat vor dem Physikum habe ich dann alle selbsterstellten Anki-Karten der Fächer der Vorklinik zu einem großen Deck zusammenkopiert und täglich 100 neue Karten gelernt.

    Für das mündliche Physikum war es sehr hilfreich zusammen mit den anderen der Gruppe zu lernen und einander (Prüfungs)Fragen zu stellen.

    Mein Tagesablauf war typischerweise:

    • 2 Stunden Kreuzen und Anki-Karten nach dem Aufstehen (nachdem ich ausgeschlafen hatte, also keine feste Uhrzeiten).
    • Danach 1-2 Stunden Lesen der Lernmaterie von Amboss.
    • Danach den Nachmittag mit anderen Aktivitäten, z.B. wandern verbracht.
    • Abends dann noch die neuen Anki-Karten lernen (bzw. die 1. Wiederholung) und noch die restliche Amboss-Lernmaterie lesen und zu den Themen nach Lust und Laune in den entsprechenden Lehrbüchern stöbern und passiv die Informationen absorbieren (oder vergessen).
    • Danach den Tag ruhig ausklingen lassen mit PC spielen, Videos u.ä.

    Ich habe versucht mich beim Lernen von eigenen Interessen leiten zu lassen und auch Mal Details zu lernen, die für das Physikum nicht wichtig sind, die bei mir aber Neugierde geweckt haben und den Spaß am Lernen aufrecht erhalten haben. Zusätzlich habe ich das tägliche Lernen so kurz wie möglich und so lang wie nötig gehalten und den Rest der Zeit Aktivitäten unternommen die mir Spaß machten. Das ist ähnlich wie beim Leistungssport: Lieber einige kurze, konzentrierte Trainingseinheiten und dazwischen gute Restitution (Schlafen, Essen) als lange, ermüdende Trainingseinheiten auf die man nach kurzer Zeit keine Lust mehr hat (und im Sport schlimmstenfalls zu Ermüdungsbrüchen führen).

    Dir viel Spaß beim Lernen und viel Erfolg im Physikum 🙂

    Jan Scholtyssek

    "Lernt qualitativ und nicht quantitativ – weniger ist manchmal mehr"

    Kontakt: annhof12@gmail.com

    Hard facts: Amboss Texte – Amboss Kreuzen – Ankiphil-Karten

    Ich habe mich für den 50 Tage Plan (M1 Intensiv) für Amboss entschieden (war die richtige Wahl für mich ♥️). Amboss ist absolut ausreichend von der Stoffmenge.

    Die Reihenfolge habe ich zum Teil geändert. Dadurch konnte ich bereits im Juni vor der Integ mit dem Lernen anfangen und bin die Themen zu Kopf-Hals durchgegangen. Danach habe ich weiter mit Psych-Soz gemacht und erst dann bei Tag 1 gestartet (gute Entscheidung, weil Tag 1 finde ich zu überfüllt, warum Amboss? 🤨). Dazu noch: Die Tage bei Amboss haben unterschiedliche Stoffmengen. War nicht meins, aber hatte seine Vorteile. Ich bin mit den Themen gut durchgekommen (habe aber für Extremitäten länger gebraucht). Ich glaube ich war 10 Tage vor der Prüfung fertig mit Lernen und konnte in der Restzeit viel Wiederholen. 📝

    Ich würde definitiv empfehlen nicht die Themen 1 Tag versetzt (Standard bei Amboss), sondern 3 Tage später zu kreuzen, dann wird nicht nur das Kurzzeitgedächtnis aktiviert. 🧠

    Ich bin zusätzlich noch die Ankiphil-Karten vom gleichen Tag durchgegangen. Hat mir sehr geholfen, da ich mit Lesen nicht so lange den Stoff behalten kann. Ich muss aber dazu sagen, ich lese schnell durch die Texte und hatte die Zeit dazu. Wenn ihr merkt, dass klappt zeitlich nicht so gut bei euch und ihr schafft euren Plan nicht, dann lasst es! Man braucht es nicht! ⏰

    Verbesserungen:

    Ich habe am Anfang versucht vorauszulernen, wenn ich mit einem Tag früher fertig war. Das war nicht sehr hilfreich, sondern stressig. Wenn man mal früher fertig ist, dann sollte man die Zeit genießen und sich einen schönen Nachmittag allein oder mit Freunden zu gönnen. ⛱️

    Mental health:

    Ausreichend Schlaf ist wichtig, deswegen früh ins Bett gehen. Ich habe in der Lernphase mit Kung-Fu (Unisport) angefangen, das Krafttraining war ein toller Ausgleich. Zudem hatte ich einen Bib-Partner, sodass wir uns gegenseitig motivieren und aufheitern (und bemitleiden 😉) konnten.

    Zur Mündlichen:

    Jeder Prüfer hat seine Fav-Themen (trifft fast immer zu), deswegen macht euch am Anfang einen Überblick zu den Alt-Fragen, sortiert sie am besten nach Themen. Die Lernmethode danach ist eigentlich egal, Hauptsache ihr beschäftigt euch mit dem Stoff. Mir hat es geholfen, die Antworten zu den Altfragen zu recherchieren und rauszukopieren. In den letzten Tagen habe ich mich selbst abgefragt um Strukturieren, Formulieren und generell den Inhalt zu üben. Man könnte das sehr gut im Team oder zu zweit machen. Es ist wichtig, dass man sprechen übt. 📢

    Tipps zum Abschluss: 1. Die Bib ist im Sommer voll, also kommt früh; 2. Die Bergheimer Bib ist sehr schön, probiert sie mal aus; 3. In der Klausurenphase gibt es jeden Donnerstag Waffeln in der Triplexmensa 🧇; 4. Bei Amboss kann man die Kreuzfragen eines Tages wiederholen, wenn man auf Auswertung geht; 5. Packt euch Obst, Nüsse und Schokolade für die Prüfung ein und gönnt euch!

    Bei Fragen könnt ihr mir gerne schreiben 😊

    "Selbst wenn man durch die Integs durchfällt ist das Physikum machbar"

    Ich hatte extreme Angst vor dem Physikum da ich durch Integ 1 und Integ 2 durchgefallen war.

    Ich habe mir einen Tag freigenommen nach den Integ 3 und habe dann direkt angefangen mit meinem Lernplan. Ich habe beschlossen direkt mit den kleinen Fächern anzufangen (Bio, Physik und Chemie) und als vorletztes Anatomie zu lernen, da ich dachte das es besser im Kurzzeitgedächtnis bleibt da ich wirklich nichts mehr konnte aus den ersten Semester. Als letztes hatte ich Psycho da es für mich am einfachsten war und ich unsicher war, ob ich durchkomme mit dem Lernplan. Mit Anatomie ist mein Plan aufgegangen. Jedoch hatte ich auch den Prometheus daneben und die App: Atlas der Humananatomie. So konnte ich mir in 3D alles vorstellen.

    Ich konnte mir nicht vorstellen das „nur“ lesen reichen sollte, besonders bei Themen die ca. 50 Tage her waren. Jedoch reicht lesen aus. Bzw. lesen und am nächsten Tag kreuzen. In den letzten 2 Wochen habe ich dann ab und an so 50 bzw. 100 Fragen über alle Fächer hinweg gekreuzt und somit geschaut das ich bestimmte Themen vielleicht wiederhole.

    Ich habe auch manche Lernpakete zusammen gelernt (Bsp. Hormone von Physio und BC). Somit hat man ein Tag „gewonnen“. Am ende hatte ich so viele Tage gewonnen das ich 5 Tage vorher mit allem fertig war und nur noch wiederholt habe. Ich hatte im Vorhinein auch freie Tage eingeplant. Insgesamt 3 Stück. Es waren alles Geburtstage von Freunden.

    Meine Lernmaterialen waren:

    • Endspurtskripte mit Kreuzen auf Viamedici (auch wenn ich Amboss im Nachhinein besser gefunden hätte)
    • Reps
    • Meditricks

    Ich fand es angenehm mit den Skripten zu wissen wie viele Seiten mir noch fehlen. Da war so berechenbar. Wenn man online lernt, hat man nur Kapitel aber diese können unterschiedlich lang sein. Das hat für mich leider gar nicht gepasst. Ich habe auch am Anfang zuerst am Tag gelesen und anschließend gekreuzt. Jedoch habe ich schnell gemerkt das ich nicht fertig werde mit dem Kreuzen pro Tag. Kreuzen ist jedoch total wichtig und sollte auf keinen Fall vernachlässigt werden. Deshalb habe ich den Morgen dann mit Kreuzen angefangen und anschließen das Kapitel für den Tag gelesen. Ich habe gesehen wie viele Seiten es waren (Bsp. 30 Seiten) und habe dann ausgerechnet wie viel Zeit ich bis zu den Reps habe (Bsp. 5 Stunden). Dann habe ich versucht ca. pro Stunde 6 Seiten zu lesen. Da ich in der ganzen Vorklinik mit den Meditricks gelernt habe, habe ich bei Themen wo ein Merkbild mir geholfen hatte, dieses im schnelldurchlauf nochmals angeschaut. Oder ich habe mir das Merkbild nochmals angeschaut, wenn ich beim Kreuzen etwas Falsches zu diesem Thema angekreuzt hatte. Dann bin ich zu den Reps gegangen. Es war richtig hilfreich für mich da wir meistens nicht so viele waren und man auch richtig dumme Fragen stellen konnte und wirklich alles verstehen. Nach den Reps bin ich dann nach Hause und habe dann nichts mehr gemacht.

    Wenn ich keine Reps hatte war ich in Frankfurt bei meinen Freund, und häufig habe ich dann noch etwas unternommen, sei es ein Picknick am Main, einen Besuch des Opernstraßenfest, ein Spaziergang im Grüngürtel, ein neues Gericht kochen, ins Schwimmbad gehen oder das Grüne-Soße-Festival. Das hat mir geholfen da ich dadurch nicht so frustriert war. Ich habe auch regelmäßig die Bib gewechselt (in Frankfurt gibt es gefühlt 20 verschiedene Bib). Somit kam es mir nicht so monoton vor und ich habe jeden Tag einen anderen Teil Frankfurt entdeckt.

    Kurz bevor das Physikum dran war (vllt die letzten 10 Tage davor) habe ich jedoch, bis die Bib im Feld zugemacht hat gelernt und am nächsten Tag bei der Öffnung war ich wieder da. Ich war einfach zu nervös, um vorher Schluss zu machen. Auch wenn es sicher in Ordnung gewesen wäre. Am Tag davor habe ich nur gekreuzt. Ich war zu nervös, um nichts zu machen. Zwischen den tagen habe ich mir Anatomie nochmals angeschaut. Ich habe auch absichtlich zwischen den Tagen mein Antworthelft bei einer Freundin im Auto eingeschlossen. Somit war es mir unmöglich nachzuschauen, wie gut ich am ersten tag abgeschnitten habe. Das war sehr beruhigend.

    Ich habe im schriftlichen Physikum eine mittlere 3 gehabt. Damit war ich sehr zufrieden.

    Im Allgemeinen muss ich sagen das die Physikumszeit ganz in Ordnung ist wenn man sich wirklich nur von einem auf den aktuellen Tag fokussiert und nicht direkt anschaut was noch alles gelernt werden muss, oder was man noch nicht weiß. Spaß hat es jetzt nicht unbedingt gemacht, aber so schlimm wie Integ 2 fand ich es nicht. Natürlich ist dies alles nur meine subjektive Sichtweise und es geht halt auch irgendwie rum.

    „Klammer Dich nicht an zu genaue Pläne, tu das, womit es Dir gerade nicht schlechter geht, als es notwendig ist.“

    Kontakt: justusfwieland@icloud.com

    Hard facts: Da ich seit dem 2. Semester mit Amboss als Lernunterstützung vertraut war, habe ich es auch zum Lernen für’s Physikum genutzt. Weil ich so sehr gut zurecht kam, empfehle ich, die Auswahl des Lernmediums von den eigenen Vorlieben abhängig zu machen (Papier vs. online, Vertrautheit…). Gelegentlich habe ich auch meine Notizen der vergangenen Semester oder sonstige Quellen (Internet, Bücher) herangezogen, wobei dabei aber Vorsicht und Maß geboten sind, da man sich leicht in zeitkostenden Details verliert. Angefangen habe ich allmählich im 4. Semester, wobei ich pro Woche 300-500 zufällig ausgewählte Fragen gekreuzt habe. So lernt man über seine Schwächen und übt v.a. das Kreuzen (dazu: Kreuzen muss man lernen, es kommt viel auf Bauchgefühl oder vage Ahnungen an; habt ihr abends die Möglichkeit zu kreuzen oder lesen, kreuzt!). Vor der Integ3 war einige freie Zeit. Da habe ich aus dem 50-Tage-Lernplan 7 Tage vorgezogen, um dann nachher Puffer zu haben. Abends habe ich dann noch ca. 1 Woche versetzt den 30-Tage-Plan gekreuzt. Man muss nämlich auch Zeit zur regelmäßigen (nicht erst in den letzten Tagen) Wiederholung einplanen! Mit wenig freien Tagen (& Med-Psych-Tage lassen sich zusammenlegen) war ich dann auch ein paar Tage vorher fertig. Für Mündliches natürlich Altprotokolle und Bücher, da sollte man sich sehr detailliert auf den Prüfer vorbereiten, aber auch drum herum schauen, weil auch Neues gefragt werden kann. In dem Sinne kam es mir entgegen, mit jemandem gelernt zu haben, dessen Themen nicht ganz deckungsgleich mit den meinen waren. Außerdem ist das Erklären-Lernen wichtig. Deshalb habe ich fast jeden Nachmittag/Abend mit Kommilitonen gelernt (Gruppengröße max.3). Ziel und Ergebnis war, mit etwas Glück, die 1. Die Ergebnisse der Generalproben waren recht aussagekräftig.

    Verbesserungen: ich hätte mir vorher überlegen sollen, wie ich es schaffe, stressfrei am Abend vor der Prüfung überhaupt einzuschlafen 😉

    Mental Health: Ist wichtig, aber es hilft wahnsinnig, zu akzeptieren, dass es einem auch mal schlecht gehen kann/darf. Geht dabei aber nicht zu weit, weil wenn es dann doch zu viel wird, verliert ihr mehr Zeit, als bei einem spontanen Ruhetag o.ä. Für mich war der Lernplan als Strukturgeber wichtig, ich fand den Puffer aber sehr entspannend, weil dann nie der Stress da war, an einem Tag alles, oder im schlimmsten Fall auch nur irgendwas, schaffen zu müssen. Ich war die meiste Zeit bei der Familie zu Hause und fand es daher nicht schlimm, kaum Freunde zu sehen. Lange Mittags- und Abendpausen haben mir mehr geholfen als ein früher Feierabend. Außerdem hilfreich: Pomodoro-Technik (für anspruchsvolle Aufgaben), Sport, gesundes Essen, gelegentlich freie Tage/Abende mit Programm, Nicht-Mediziner, vor dem Schlafengehen nicht Lernen, wohltuende Umgebung, eigene Stressbewältigungsstrategien.

    Fangt keine neuen, krassen Experimente an, schaut einfach, was euch bisher geholfen hat – ihr schafft das!

    "Meine Strategie – erst alles durcharbeiten, dann alles kreuzen. Man bleibt fokussiert am Lernen und trotzdem leicht angespannt über die Zeit – und das hilft, denn danach kommt gleich die Prüfung."

    Kontakt: annasophiastanolova@abv.bg

      Hi! Ich habe im Sommer 2021 mein Physikum geschrieben. Mein Lernplan war der 40 tägige Plan von via medici. Ich habe gleich am Montag nach der letzten Klausur mit dem Lernen angefangen (28.6) und war ca. 10 Tage vor dem Physikum am 17. & 18. 8 fertig. Zielnote war für mich eine 1 oder 2. Letztendlich habe ich 1,5 bekommen, da ich beim Schriftlichen leider knapp unter der Grenze für die 1 lag. Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit den Ergebnissen und wollte euch meine Strategie mitteilen, vielleicht gefällt es einigen von euch.

      Erstens, für diese, die (genauso wie ich damals) den Unterschied zwischen via medici und Endspurt nicht kennen – beide haben sehr gute Inhalte, jedoch sind die via medici Pläne auf das Lernen mit via medici ausgerichtet. Man hat zB. viele Physio-Inhalte im Biochemie-Teil des Lernplans, weshalb Physio im Plan relativ kurz ist. Beim Endspurt hatte man jedoch je 3 Hefte für BCh und Physio und man sollte mehr Zeit einplanen. Ein zweiter Vorteil von via medici ist, dass man sieht, wann & wie oft die Frage gestellt wurde – das hilft, die Wichtigkeit einzuschätzen.

      Meine Lernstrategie war aus Zeitgründen etwas anders als die vorgeschriebene. Ich habe die Inhalte (v.a. die gelb markierten!) sehr gründlich gelernt und habe erst am Ende – also kurz vor der Prüfung – fast alle Fragen gekreuzt (Die Ausnahme waren 2 Anatomietests, die ich zur Kontrolle 2 Wochen nach dem Anatomie-Teil gemacht habe – um zu sehen, ob ich das Gelernte behalten habe). Probleme mit dem Lern- & Kreuzplattform hatte ich nicht.

      Wie habe ich gelernt? – ich habe mir die Sachen mehrmals laut gesagt, die Anatomie auch im Kopf vorgestellt und die wichtigsten BioChemie Formeln + Stoffwechselwege gelernt aufzuzeichnen. Ich war so im Lernprozess besser involviert. Ist etwas mehr Arbeit, aber das spart euch später viel Zeit und Nerven beim Mündlichen. Aus diesem Grund kam ich etwas langsamer voran (war nur an einem einzigen Tag mit den vorgesehenen Inhalten fertig), aber an dieser Stelle die wichtige Botschaft – es ist kein Problem, wenn ihr das Lernen nicht genau nach dem Plan schafft – entscheidend sind das Durchhaltevermögen und die konsequente Arbeit – manche Kapitel sind schließlich leichter als andere.
      Die ganzen Fragen habe ich am Ende, also ungefähr 10 Tage vor dem Physikum gekreuzt und das hat bei mir gut geklappt – eine konzentrierte und schnelle Wiederholung. Für die, die Angst vor Lernlücken haben – ihr könnt zur Kontrolle ein Teil der Fagen während des Lernens machen, zB jeden Sonntag.
      Viele nutzen den Tag/den Nachmittag vor der Prüfung zur Entspannung – ich habe stattdessen alle gelben Kasten in den Endspurtskripten für die Fächer am nächsten Tag durchgelesen (ohne Chemie und Biologie). Es ist machbar und es lohnt sich, weil man sich den ganzen Lernstoff vor Augen führt.
      Tipps für die Mündliche – Praktika wiederholen, die wichtigen Moleküle zeichnen lernen, die Lieblingsthemen der Prüfer anschauen und zT. mit deren Folien wiederholen. Der Taschenatlas ist toll. Letzter Tipp – essen to go von der Mensa holen – man spart Zeit zum Kochen.

      Ich hätte anders gemacht:
      -Physik und Chemie noch irgendwann im 4 FS lernen.
      -Die 3 Monate Kreuzen ausnutzen (kann man es Anfang Juni freischalten). Mach dann die Physik Aufgaben vor dem Lernstart, da sie viel Zeit einnehmen.
      -etwas mehr Zeit für Wiederholung planen (2 Tagen) und für Kreuzen – vielleicht 13-16 Tage.
      -genug schlafen. Bin zT. um 6.30 oder 7 Uhr aufgestanden und die 8 Stunden Schlaf waren nonexistent.

      Mental Health:
      -Austausch mit den anderen (Anruf oder persönlich) – das war für mich beruhigend und motivierend. Man muss sich nicht vergleichen, aber man bekommt ein Gefühl der Zugehörigkeit.
      -Lernerfolge tracken und ab und zu spazieren gehen
      -nicht zu harsch und nicht zu locker zu sich selbst sein 🙂

      Ihr schafft das!

      "Vertraut in euer Können und einen realistischen Lernplan!"

      Kontakt: christine.sauerteig@stud.uni-heidelberg.de

        Im 4. Semester hatte ich anfangs Schwierigkeiten mir eine genaue Vorstellung von der Lernphase zu machen ohne direkt durchzudrehen. Deshalb habe ich mir versucht vorab einen realistischen Zeitplan zu erstellen: nach der 3. Integrierten habe ich den Sonntag frei gemacht und hatte somit exakt 50 Tage bis zum schriftlichen Physikum. Ich hatte für die vorherigen Semester bereits die Endspurtskripte von Thieme und habe mich deshalb für eine Kombination aus Via Medici und den Skripten entschieden. Dazu habe ich mir entsprechend einen eigenen Plan erstellen müssen, da Via Medici zwar fast deckungsgleiche Texte wie die Skripte beinhaltet aber oft eine völlig andere Reihenfolge nutzt. Wer gut und lange vom Bildschirm lernen kann und nicht alles als Papierform oder zum markieren benötigt fährt mit Via Medici alleine sicher auch sehr gut, für mich kam das aber nicht in Frage. Gerade weil es online stets die Möglichkeit gibt den „Schweregrad“ einzustellen und ich dann dazu verleitet worden wäre mich in Details zu verlieren bin ich bewusst dabei geblieben nur aus den Skripten zu lernen und den Via Medici Account nur zum Kreuzen zu nutzen. Ich habe mich mit der Reihenfolge der Fächer und der groben Anzahl an Tagen für das jeweilige Fach an die beiden Lernpläne von Via Medici (30 und 60 Tage) gehalten und eine Mischung daraus für mich persönlich erstellt. Konkret habe ich dabei den 30 Tage-Lernplan auf 40 Tage gestreckt indem ich manche Tage gesplittet und auf zwei Tage aufgeteilt habe, zwei Tage als Puffertage eingeplant und auch einen Tag an dem ich nicht lernen konnte direkt als „Ausfalltag“ markiert habe. Ansonsten habe ich aber jeden Tag von ca. 8-9 Uhr Morgens bis 7-8 Uhr Abends gelernt, auch an den Wochenenden. Dazu sei gesagt, das ich dazwischen stets eine Mittagspause und mehrere „Ups ich hab die Zeit auf Instagram vergessen“ Pausen eingelegt hatte und der Tag immer den gleichen Ablauf hatte: erst aus den Heften die entsprechenden Kapitel lernen, anschließend die Themen des vorherigen Tages kreuzen (bei zeitlicher Kapazität aus den beiden Lernplänen, weil doppelt eben besser hält). Rückblickend bin ich so konstant voran gekommen, die Puffertage haben mir extrem geholfen nicht in Panik zu geraten wenn es an einem Tag einfach zu viel war und ich war so 10 Tage vor dem Physikum komplett einmal mit dem Stoff durch. Die restlichen 10 Tage habe ich dann für die Altklausuren auf Via Medici genutzt und um meine Merkzettelchen noch einmal durchzugehen —> so habe ich jedes Thema quasi zweimal durchgeschaut und gelernt. Ich hatte so sehr gestresste 40 Tage NonstopLernerei (und das ist nur bedingt empfehlenswert), dies hat sich für mich aber mit den 10 Tagen hintenraus extrem ausgezahlt. Man hätte den Plan natürlich auch einfach auf exakt 50 Tage ausweiten können und wäre damit zu einem sauberen Schluss gekommen, allerdings auf die Gefahr hin das man eben doch nicht fertig wird. Hier gibt es einfach kein richtig oder falsch: egal welche Lernplattform ihr nutzt, sie wird euch sicher zum Ziel führen solange ihr einen wirklich realistischen Plan habt! Ich für meinen Teil bereue weder meinen Zeitplan noch die Kombi aus Via Medici + Endspurtskripten und habe damit auch meine erhoffte Physikumsnote erzielt (schriftlich 2, mündlich 1 (—> Altprotokolle durcharbeiten!!!), insgesamt 1). Noch viel wichtiger als jede Note ist aber eure physische und psychische Gesundheit, deshalb achtet bitte auf euch, plant lieber großzügig Puffertage ein, oder wie ich einige Tage direkt vor dem Physikum, die ihr zum Auf- und Wiederholen oder einfach nur für euch nutzen könnt. Bleibt in Kontakt mit euren Leidensgenossen, Partnern, Freunden oder der Familie und gönnt euch eine Runde Sport, eure Lieblingsserie auf Netflix und v.a. genug Schlaf. Und auch wenn euch spätestens irgendwann an Lerntag 36 ein wenig die Puste ausgeht und ihr euch fragt ob es jemals vorüber gehen wird: vertraut in euren Lernplan und in euer Können (ihr habt schließlich 2 Jahre Vorklinik durchgezogen!). Ich drücke euch ganz fest die Daumen, ihr schafft das alle! Just trust the process!

        "Mit einem realistischen Lernplan ohne Panik pauken!"

        Kontakt: l.kuees@gmail.com

          Hard facts: Am Wochenende nach der letzten Integrierten habe ich mir auf der Grundlage der Lernpakete in den Endspurtskripten einen individuellen Lernplan erstellt, wobei ich meiner Ansicht nach einfachere Lernpakete zusammengelegt habe, mir dafür für andere Fächer mehr Zeit eingeräumt habe. Auch die Reihenfolge der Fächer habe ich nach meinen Präferenzen modifiziert. So habe ich Makro erst ganz zum Schluss gelernt. Mit diesem realistischen Lernplan konnte ich ohne Panik pauken. Tatsächlich habe ich mich bis zum Schluss strikt an den Plan gehalten.

          Am darauffolgenden Montag habe ich dann mit dem Lernen angefangen. Von Montag bis Samstag habe ich jeweils neue Kapitel gelernt, um dann den Sonntag je nach Bedarf für Wiederholungen nutzen zu können. Vormittags habe ich mit den Endspurt-Skripten gelernt, die mir sehr gut gefallen haben, da sie wirklich alles Wichtige kurz darstellen – und einen nicht wie Via Medici mit für die Prüfung überflüssigen Details überschütten. Nachmittags habe ich jeweils am Tag darauf mit dem zu den Endspurtskripten passenden Kreuzplan von Amboss gekreuzt, eine Kombination, die sich als wertvoll erwiesen hat, da sich die Erklärungen aus Skripten und Amboss gut ergänzen.

          Neun Tage vor dem schriftlichen Physikum war ich dann fertig und habe die letzten Tage zur Wiederholung genutzt. Den Tag nach der schriftlichen Prüfung habe ich mir frei genommen, um mich mit einem neuen Lernplan in die Vorbereitung für das Mündliche zu stürzen. Sowohl im Mündlichen als auch im Schriftlichen wollte ich schon sehr gerne eine 1 haben, was ich in beiden Prüfungen auch geschafft habe.

          Was ich anders gemacht hätte: Die Vorbereitung auf das Physikum würde ich noch einmal genau so machen. Ich hätte mich nur nicht durch den Vergleich mit anderen so stressen lassen müssen, dann wäre die Zeit sogar echt angenehm gewesen. Glaubt mir, im Nachhinein erscheint das Physikum nicht mal halb so schlimm. Auch die Notengebung der Prüfer im Mündlichen ist in aller Regel sehr wohlwollend.

          Mental health: Auch in der Vorbereitungszeit für das Physikum hat man Zeit für Hobbies und etwas Ausgleich. Nehmt euch diese Zeit auch! Mit einem strukturierten Tagesplan und emotionalem Durchhaltevermögen lässt sich das Physikum gut meistern. Auch wenn die Tage lang und nicht selten anstrengend sind, vergeht die Zeit wesentlich schneller, als man zu Beginn der Vorbereitung noch denkt. Man ist ja schließlich auch gut beschäftigt!

          "Viel mehr als Durchlesen hat die vom Lernplan zugeteilte Zeit oft nicht hergegeben – reicht trotzdem!"

          Kontakt: schnaubelt.anna@web.de

          1. Hard facts: Ich habe das Wochenende nach der letzten Integrierten (20.6.) noch frei gemacht und dann mit meinem Lernplan begonnen. Da ich mir die aktuellen Endspurtskripte gekauft habe, habe ich den Lernplan von Via Medici benutzt. Dazu habe ich mir das „Kreuz-Abo“ gekauft, um die im Plan vorgegebenen Wiederholungen damit machen zu können. Für den 60-Tage-Plan war die Zeit etwas zu knapp (schriftlich am 18./19.8.), deshalb habe ich den 40-Tage-Plan benutzt und dafür jeden Sonntag frei gemacht. Außerdem habe ich, wenn ich das Gefühl hatte, es nötig zu haben, einen Wiederholungstag eingebaut und mir für im Plan zu knapp bemessene Tage (Chemie!) einen Zusatztag genommen. Trotzdem war ich glaube ich fast zwei Wochen vorher fertig mit den Lerneinheiten und habe dann die letzte Woche mit Wdh. (v.a. Makro) und den vier aktuellsten Examina verbracht (sog. Generalproben, die sind in die 40 Tage eigentlich mit eingerechnet).

          Meine Vorbereitung zum Mündlichen bestand v. a. aus Altprotokollen (!!!) und Smart Medix.

          Meine Zielnote war im Mündlichen wie im Schriftlichen mindestens eine Zwei, letztendlich hat es aber beide Male sogar für eine Eins gereicht.

           

          1. Was ich anders gemacht hätte: Was die Reihenfolge der Themen angeht, habe ich strikt nach Plan gearbeitet. Rückblickend hätte ich aber Makro ganz nach hinten legen sollen, weil ich mir das schwerer merke als andere Themengebiete und so nochmal richtig viel wiederholen musste am Schluss. Scheut euch also nicht, den Plan sinnvoll für euch anzupassen! Außerdem ist es meiner Meinung nach nicht notwendig, die aktuellsten Skripte zu kaufen. Was sich ändert, sind oft nur richtig crazy Fakten, die wahrscheinlich einmal pro Jahr dazu kommen, um uns zu nerven. Die hat man dann aber spätestens nach der Generalprobe drauf, da haben die Skript-Autoren diese Fakten ja auch her.

          Noch ein Tipp: Via medici hat bei uns in den Tagen vor der schriftlichen Klausur immer wieder abgeschmiert. Keine Ahnung, ob das immer so ist, macht eure „Generalproben“ aber trotzdem lieber nicht auf den letzten Drücker, das ist dann deutlich stressfreier…

           

          1. Mental health: Wegen Corona war ich am Anfang die meiste Zeit bei meinen Eltern (das war erstaunlich entspannt trotz Lernerei) und habe erst die letzten zwei Wochen vor dem Schriftlichen in der Bib gelernt. Ab da habe ich angefangen, mich zu stressen, weil ich mitbekommen habe, wie viel alle anderen (vermeintlich) machen im Vergleich zu mir. Deshalb: umgebt euch mit „Nicht-Medizinern“, wenn es geht und macht auch mal frei, die freien Sonntage haben mir sehr gut getan.
          "Einfach anfangen, nicht groß mit neuen Lerntechniken rumexperimentieren und vor allem versuchen, ruhig zu bleiben!"

          Kontakt: anne.ulmer@gmx.de

          Mein erster Tipp: Nicht mit neuen Lerntechniken anfangen oder arg von der gewohnten Herangehensweise abweichen. Bei mir war es z.B. schon immer so, dass ich eigentlich nur produktiv mit den eigenen Aufschrieben/ Lernzetteln lernen kann (auch wenn das genau dem Gegenteil der allgemeinen Meinung entspricht, beim Physikum nicht mit Zusammenfassungen anzufangen), weshalb ich mich dazu entschlossen habe, bei dieser Technik zu bleiben – für mich absolut richtig, auch im Nachhinein. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich in den vorherigen Semestern auch nicht anders gelernt hab, sodass ein Großteil der Lernzettel schon existierte. In den Semesterferien nach der 2. Integrierten habe ich dann damit angefangen, mit Endspurt-Skripten größere Lücken in meinen Zetteln aufzufüllen (z.B. musste ich in Physik gefühlt nochmal von vorne anfangen…) und mir vor allem auch IMPP- Schwerpunkte fürs Schriftliche und die „unieigenen“ Specials als „nice-to-know“ fürs Mündliche zu markieren.

          Nach der 3. Integrierten habe ich dann angefangen „so richtig“ zu lernen und vor allem immer wieder zu wiederholen, was für mich das A und O war. Dazu habe ich mich zeitlich an den Themen des 50-Tage Lernplans von Amboss orientiert, die ich dann mit meinen eigenen Lernzetteln gelernt habe. Zur Abwechslung und zu Kontrolle, habe ich dann nachmittags/abends die zusammengestellten Amboss Fragen-Sitzungen zu den Themen gekreuzt.

          Generell kann ich nur empfehlen, sich in der Zeit eine gewisse (Tages-)Struktur anzueignen, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, z.B. immer zusammen in die Bib zu gehen und regelmäßig irgendwas Ablenkendes, Entspannendes oder Auspowerndes zu machen, um den Kopf frei zu bekommen. Ich war z.B. viel Joggen, habe Yoga gemacht und ab und zu mal das Klavier bemüht. Gemerkt habe ich auch, dass es für viele weniger eine rein kognitive Herausforderung ist, als eine Prüfung des emotionalen Durchhaltevermögens und des Selbstvertrauens ist. Mein Tipp also: Schaut, dass ihr euch „bei Laune“ haltet und dass euch am Ende nicht die Luft ausgeht, denn danach kommt ja auch noch das Mündliche, was für mich persönlich nochmal viel nervenaufreibender war, obwohl es im Allgemeinen doch vermutlich leichter zu bestehen ist als das Schriftliche.

          Nun noch zu meinen Erwartungen und Ergebnissen: Mein Ziel war es in erster Linie einigermaßen stabil und möglichst ohne größere Panikattacken o.ä. durchzukommen, 2. „Im Schriftlichen wäre ein 3 völlig in Ordnung, ne 2 würde ich aber auch nehmen“ und 3. das Mündliche ohne peinliche Blackouts zu überleben. Mit sehr viel Glück habe ich im Schriftlichen noch die 2 geschafft und auch im Mündlichen viel Glück mit Prüfern und Themen gehabt und dort eine 1 bekommen. Für mich war das besser als erwartet, aber wie gesagt war auch sehr viel Glück dabei.

          Einfach anfangen, nicht groß mit neuen Lerntechniken rumexperimentieren und vor allem versuchen, ruhig zu bleiben! Es gibt so vieles, was man nicht beeinflussen kann, was Glückssache ist, und dann doch anders als gedacht kommt – lasst euch davon nicht aus der Bahn werfen!

          "Das wichtigste ist, sich einen Ausgleich zu suchen und sich nicht mit anderen zu vergleichen!"

          Kontakt: toni.steinbach@gmx.de

          Ich habe mit den Endspurtskripten von Thieme gelernt und mir die neueste Version gekauft, wodurch ich direkt einen Code für 3 Monate für Viamedici dazubekommen habe. Wir hatten 55 Tage Zeit, wodurch ich den 30 Tage Plan von Viamedici deutlich entspannter durcharbeiten konnte. Ich habe mich aber gegen komplett freie Tage entschieden und stattdessen mehrere Tage halbiert, da ich nebenher noch gearbeitet und relativ viel Sport gemacht habe. Ich war dann ungefähr eine Woche vorm Schriftlichen fertig und habe die Woche nochmal genutzt, um gewisse Inhalte zu wiederholen und einfach Fragen zu kreuzen. Mein Ziel war mit moderatem Aufwand irgendwas zwischen 70 und 80 Prozent zu erreichen, was ich im Endeffekt auch geschafft habe.

          Ich würde tatsächlich nicht viel anders machen! Was mir aber dann vor allem beim Mündlichen aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass ich die komplette Vorklinik mehr auf random facts anstatt auf Verständnis gelernt habe. Dadurch konnte ich zwar beim Kreuzen Fragen direkt beantworten, hatte aber bei allgemeineren Dingen oder beim Übertragen von Gelerntem Schwierigkeiten. Es lohnt sich, die Zusammenhänge zu verstehen und die einzelnen Themen auch immer im Bezug zu anderen Themen oder Fächern zu betrachten.

          Zum Thema mental health kann ich jedem empfehlen sich einen Ausgleich zum Lernen zu suchen! Auch wenn die Masse an Lernstoff erdrückend wirkt – die Tatsache, dass man morgens aufsteht und weiß, man sitzt nicht nur den ganzen Tag am Schreibtisch, sondern geht abends noch ins Training oder trifft sich mit Freunden, hilft enorm, um halbwegs motiviert und fokussiert durch den Lerntag zu kommen. Ein anderer Aspekt, der mich beschäftigt hat, ist der Vergleich mit anderen. Es gab genügend Studierende, die von morgens bis abends in der Bib saßen und teilweise nachts gelernt haben. Da habe ich mich dann mit meinen maximal 8 Stunden Lernzeit gefragt, ob ich das Physikum vielleicht doch unterschätze. Aber für mich persönlich war es wichtig, abends ein festes Ende zu haben und mich zwischendurch auch mal mit nicht-medizinischen Dingen zu beschäftigen.

          "Es geht vorbei – wirklich! Mentale Gesundheit ist wichtiger als das IMPP“

          Kontakt: janburghardt1999@gmail.com

          Ich würde aber schon relativ bald anfangen. Wir hatten die Integrierte an einem Samstag und am Montag war ich schon wieder in der Bib, aber mit dem Wissen dadurch auch ein paar Puffer-Tage eingeplant zu haben. Ich hab mich klassisch an den 50-Tage Lernplan von via medici gehalten und mit den Endspurt-Skripten gelernt. Und ja – man wird am Anfang kaum fertig mit dem jeweiligen Stoff, der für einen Tag eingeplant ist. Es ist absurd viel und es ist okay, sich erstmal ranzutasten. Nach und nach gewöhnt man sich an das Pensum. Konzentriert durcharbeiten, durchdenken und hoffen, dass am Ende was hängen bleibt REICHT. Kleiner Tipp: NICHT mit Anatomie anfangen! sind meistens die vollgepacktesten Tage und am Anfang kann man es einfach nicht schaffen und macht sich nur unnötig fertig. Außerdem ist es am längsten her und ihr dürft da ruhig auf euer Kurzzeitgedächtnis vertrauen. Ich habs als allerletztes Gemacht und war super froh drum. Fangt mit einem Thema an, das euch entweder sehr liegt oder nicht so wichtig ist (Ich hab mit Bio angefangen, also Humangenetik etc.)

          Ich bin auch schnell gestresst, aber nach und nach hab ich dann auch verstanden, dass es eher darum geht, sich Tag für Tag damit auseinanderzusetzen und sich nicht abschlagen zu lassen von der Menge an Stoff. Manches lässt man dann halt eben, manches liest man etwas weniger genau und das ist völlig okay. Man muss nicht von 8-24 Uhr in der Bib oder am Schreibtisch sitzen, um zu bestehen. Ich hab zwischendurch auch mal ein/zwei Tag gar nicht gelernt. Ja, es ist nice am Ende noch viel Zeit zu haben, weil man sich dann sicherer fühlt, aber Thema mentale Gesundheit – zwingt euch nicht 50 Tage am Stück zu lernen. Am Ende kann einem so die Puste ausgehen. Wenn’s nicht mehr geht, macht Pause und geht frisch wieder ran, sonst wird man von Infos überflutet und hat auch nix davon. Die letzten zwei Wochen waren sehr hart, aber macht euch nicht fertig, wenn die Konzentration allmählich nachlässt. Das ist ja nur normal.

          Für die Mündliche muss man auch akzeptieren, dass die Zeit einfach so knapp ist, dass man nur die Praktika wiederholen und sich auf die Prüfer*Innen vorbereiten kann. Altprotokolle sind Gold wert. Diese zwei Wochen waren schon echt stressig und der Druck ist nochmal ein anderer, aber, wenn man sich mit den Lieblingsthemen der drei Prüfer*Innen auseinandersetzt, passt das! Den Rest hat man meistens vom schriftlichen noch halb im Kopf. Durchhalten!

          Insgesamt hätte ich schon gerne eine zwei gehabt und hab die dann auch bekommen, aber ehrlich gesagt ist es schon mega geil, es einfach hinter sich zu haben. Außerdem hängt die Note so sehr davon ab, wie gutmütig die Prüfer*Innen sind und wie viel Glück man mit den Themen hat. Am Ende des Tages, werdet ihr es alle schaffen und niemand ist besser oder schlechter als jemand anderes, nur wegen einer Zahl auf einem Blatt Papier.

          Soweit ist es leider noch nicht!

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