QSM-Projekte 2018

 

Im Jahr 2017 standen uns insgesamt 169.094,09 € zur Verfügung. Diese konnten wir auf die unten stehenden Anträge komplett verteilen und diese dem Rektorat vorschlagen.

AMBOSS Campuslizenz

Wie im letzten Jahr wollen wir euch gemeinsam mit den Studiendekanat einen kostenlosen Basiszugang zur AMBOSS-Lernplattform bereitstellen. Der Deal ist der gleiche wie im letzten Jahr. Wir würden uns die Kosten mit dem Studiendekanat teilen und 50% der Kosten für die Lizenz teilen und 22.800€ aus unseren QSM-Mitteln beisteuern.

Anatomage-Tisch Anästhesie

Seit dem Jahr 2012 können Medizinstudierende in Heidelberg an zwei virtuellen „Anatomage“-Seziertischen (Standorte: Institut für Anatomie und Universitätsbibliothek) ihre Anatomiekenntnisse an lebensgroßen, dreidimensional aufbereiteten virtuellen anatomischen Modellen erlernen und überprüfen. Die Anästhesie macht nun den Brückenschlag von der Vorklinik in die Klinik,  nutzt die wertvollen anatomischen Lernerfolge und schafft an einem weiteren „Anatomage“-Tisch den Transfer für spezifische klinische Fragestellungen. Der „Anatomage“ soll für Workshops im Rahmen von Block II, ggf. auch im Rahmen der neuen Wahlfachtracks Notfallmedizin und Moderne Chirurgie genutzt werden. Kooperationen mit allen chirurgischen Fächern sind angestrebt.

Aufzeichnung der vorklinischen Vorlesungen

Für uns Studierende ist die Aufzeichnung der Vorlesungen ein wichtiger Bestandteil der Lehre geworden – in den Fächern in denen sie angeboten werden. Um weiterhin zu zeigen, dass wir als Studierende hinter dem Konzept der aufgezeichneten Vorlesungen stehen haben wir uns entschieden die dafür nötigen HiWis für ein weiteres Jahr zu unterstützen.

Besonders förderungswürdig erschien uns die Tatsache, dass auch hier viel Wert auf Kooperation und effiziente Ressourcennutzung gelegt werden soll und eine zentrale Verwaltung der Geräte angestrebt wird.

Kinderchirurgisches Skills-Lab

Die Laparoskopietrainer in Pädiatrie in Block IV wurden von Studierenden sehr gut aufgenommen. Um die Qualität der bestehenden Übungen zu erhalten und um die parallele Durchführung von identischen Übungen zu ermöglichen haben wir uns entschieden den Antrag zur Anschaffung weiterer Instrumente und Verbrauchsmaterialien zu unterstützen.

Kinderpflegepuppen Pädiatrie

Zur Übung und Prüfung der körperlichen Untersuchung an Kindern werden in der Pädiatrie im Moment Reanimationsphantome verwendet. Diese verfügen aber weder über bewegliche Gelenke, noch über Körperöffnungen um z.B. eine HNO-Untersuchung oder bestimmte Positionierungen zu demonstrieren. Daher haben wir uns entschieden die Anschaffung von zwei Simulatoren für das Skills-Lab und die OSCE-Prüfungen in der Pädiatrie zu unterstützen.

Pilotphase Kasackautomaten

Es ist soweit. Das lange Projekt zur Anschaffung von Krankenhauskleidung für Studierende der klinischen Semester trägt Früchte. Fakultät und Klinik planen eine Pilotphase zur Anschaffung von Kasackautomaten zunächst in der Krehl-Klinik und später auch in anderen Kliniken.

  • Ihr hattet in einer großen Abstimmung auf Facebook im Februar mehrheitlich für die Anschaffung von Kittel gestimmt. Entgegen dieser Empfehlung haben sich Fakultät und Klinik für die Anschaffung von Kasacks- und Kasackautomaten entschieden, um bestehende Infrastruktur zu nutzen und Ressourcen zu schonen. Trotzdem freuen wir uns, dass wir endlich Arbeitskleidung gestellt bekommen und nicht mehr in ungewaschenen, zerknitterten Kitteln am Patientenbett stehen müssen. Außerdem gefährden wir dann in Zukunft keine Patienten mehr, wenn wir im selben Kittel immunsupprimierte Patienten auf der Hämato-Onko untersuchen, mit dem wir am Tag zuvor in der chirurgischen Wundambulanz waren.
  • Die Automaten und die Kasacks werden von der Klinik Service GmbH betrieben und gewartet.Um den Bedarf an Kasacks und Automaten zu ermitteln und Abläufe zu optimieren soll eine Pilotphase in der Kehl-Klinik gestartet werden und das Projekt dann nach und nach weiter ausgebaut werden.
  • Die Größenverteilung werden wir noch über eine große Umfrage ermitteln.
  • Geplant ist, dass die Kassackautomaten mit euren Studierendenausweisen bedient werden.
  • Auch hier würden wir das Studiendekanat mit der Hälfte aus den uns zur Verfügung stehenden QSM-Mitteln unterstützen.

Studierende führen klinische Studien durch – das SIGMA-Projekt

Schon im letzten Jahr haben wir das SIGMA-Projekt, das von Studierenden in Kooperation mit der Chirurgie geleitet wird, mit QSM unterstützt. Der diesjährige Antrag hat zum Ziel eine nachhaltige Infrastruktur zur Durchführung multizentrischer nicht-interventioneller klinischer Studien durch Studierende mit Studienzentrum Heidelberg zu schaffen. Diese Infrastruktur solle auch dazu genutzt werden, an europaweiten studentischen Forschungskollaborationen teilnehmen zu können. Für die Studierenden in Heidelberg bedeutet dies, dass sie an der ersten deutschlandweit studentisch durchgeführten Studie „PATRONUS“ teilnehmen können, dort aktiv auch an der Planung teilnehmen können, eigenständig Studienpatienten betreuen können und über die Einbindung in Studienteams deutschland- und europaweit vernetzt werden.

Wahlfachtrack „Interdisziplinäre Onkologie“

Mit Einführung der Wahlfachtracks ist auch das Angebot für Studierende an der Universität gewachsen. Um das praktische Üben von Lumbalpunktion, intrathekaler Chemotherapie und sterilem Anstechen eines Port-a-Caths an einem Simulationsmodell üben zu können haben wir uns dazu die Anschaffung dieser Simulatoren zu unterstützen. Bisher war dies nur für einen Bruchteil der Studierenden im Wahlfachtrack möglich und wir hoffen, dass die Übungen damit mehr Studierenden zur Verfügung stehen. Die Modelle stehen außerdem den PJlern am NCT zur Verfügung.

Wahlfach „Strategien zur Tabakprävention und –entwöhnung“

Wie schon im letzten Jahr entschieden wir uns diesen Antrag zu unterstützen. Das Ziel des Wahlfaches ist die Vermittlung fundierter Kenntnisse auf dem Gebiet der Tabakentwöhnung und -prävention für den späteren Praxisalltag. Ärztinnen und Ärzte haben nach den aktuell gültigen Leitlinien die Verpflichtung, rauchende Patienten professionell zu beraten und ihnen wirksame Therapien anzubieten, um rauchbedingte Erkrankungen zu verhindern oder den Verlauf bereits eingetretener Erkrankungen zu verlangsamen. Allerdings weisen aktuelle Studien darauf hin, dass deutsche Ärztinnen und Ärzte dieser Aufgabe nicht adäquat nachkommen.